Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/264/
Fallstudien zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in Liechtenstein Tabelle 4.7: Belastung öffentlicher Haushalte durch die Therapeutische Wohngemeinschaft des Vereins für Betreutes Wohnen Jahr 
Belegtage 
Landes­ beitrag (in CHF) 
IV-Betriebs- beitrag (in CHF) 
Fiskalischer Aufwand (in CHF) 
Fisk. Aufwand pro Belegtag (in CHF) 1991 2 502 
280 000 
280 000 112 1992 2 376 300 000 
49 000 349 000 
147 1993 3 025 225 000 
146 423 
371 423 123 1994 2 423 200 000 
120 113 320 113 132 1995 
2 187 300 000 
120 000 420 000 192 1996 
2 310 313 500 
93 671 407 171 176 Quelle: VBW, eigene Berechnungen. Dabei müsste vorerst festgelegt werden, an welchen Kriterien sich denn der Erfolg einer Therapie überhaupt messen lässt.161 
Hierüber herrscht in der 
Outcome-Forschung kein Konsens. Hat man sich den­ noch auf bestimmte Kriterien geeinigt, so wirft die Frage der geeigneten Messung dieser Kriterien neue Schwierigkeiten auf. Die Patienten können befragt werden, oder sie werden gewissen Tests unterworfen. Die Literatur zur empirischen Sozialforschung verweist auf die Probleme, die mit diesen Methoden verbunden sind. Die Pro­ bleme vertiefen sich zusätzlich, wenn die schwierigen persönlichen Um­ stände der Patienten miteinbezogen werden. Jedenfalls müsste die Situa­ tion der Patienten vor und nach ihrem Aufenthalt in einer Einrichtung erfasst werden, um den Therapieerfolg beurteilen zu können. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass die (hoffentlich) feststellbare Verbesserung des Gesundheitszustandes in bezug auf die persönlichen Merkmale der Patienten kontrolliert wird. Für. die Beurteilung der the­ rapeutischen Einrichtung stellt es einen erheblichen Unterschied dar, ob ein Patient mit hohen oder geringen Erfolgschancen, die sich aus seinem Charakter und seiner persönlichen Biographie ergeben, betreut wird. Wenn man sich alle diese Schwierigkeiten vergegenwärtigt, so sind wohl die Erwartungen an konkrete Evaluationsversuche realistischer­ weise nach unten zu schrauben. Ein konkreter Versuch in diese Rich­ tung liegt vor: Strunk (1996) hat mittels eines Fragebogens die 
subjektive 161 Aus fiskalischer Sicht wäre insbesondere der Indikator Wiederaufnahmerate interes­ sant, weil der mangelnde Erfolg der Erstbehandlung sich in zusätzlichem Finanzbedarf niederschlägt. 264
        

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