Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/254/
Fallstudien zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in Liechtenstein Abbildung 4.7: Komponenten der sozialpsychiatrischen Betreuung Intensität der Betreuung Geschlossene Station 
Offene Station (Wohnform) 
Ambulante Betreuung Allgemeinpsychiatrie 
Akutbehandlung Therapie 
Nachbetreuung Sonderprobleme Alkohol, Drogen 
Genormte Therapie 
Nachbetreuung Langzeitbehandlung 
Betreuung 
Betreuung Langzeitpatienten, deren Gesundheitszustand keine Besserung er­ warten lässt, können in den unterschiedlichsten Institutionen (zum Bei­ spiel Behinderteneinrichtungen) untergebracht sein. Eine aufgrund der demographischen Entwicklung stärker werdende Gruppe bilden hierbei gerontopsychiatrische Patienten (pflegebedürftige betagte Menschen), die im allgemeinen in Pflegeheimen betreut werden. 4.2.4.2.2 Die Mzke-or-buy-Entscheidung Liechtensteins Welche Segmente der Versorgungsstruktur wird nun ein Staat in der Grösse Liechtensteins selbst anbieten beziehungsweise von den Nach­ barstaaten zukaufen? Ohne Kenntnis der tatsächlichen Lösung dieses Problems Hesse sich vermuten, dass ein Kleinstaat keine psychiatrischen Kliniken unterhält, da es sich dabei um spezialisierte, relativ grosse Ein­ richtungen handelt. Je weiter man sich von der Akutbehandlung (links oben in Abbildung 4.7) wegbewegt (nach unten beziehungsweise rechts in Abbildung 4.7), desto eher wird ein Kleinstaat eigene Strukturen auf­ bauen können (ambulante Nachbetreuung, Versorgung von Langzeitpa­ tienten), also statt der 
buy- die 
make-Option wählen. Wie hat nun das Fürstentum Liechtenstein in der Vergangenheit die sozialpsychiatrische Versorgung tatsächlich organisiert? Lange Zeit gab es in Liechtenstein bis auf die Armenhäuser der Gemeinden keine Ein­ richtungen, in denen psychisch kranke Bewohner versorgt werden konnten. Die 
Akutbehandlung wurde (wird) an ausländische Einrichtungen ausgelagert. Erkrankte Bewohner Liechtensteins können therapeutische oder psychiatrische Akut-Hilfe nur im umliegenden Ausland in An­ spruch nehmen (Büchel/Brüstle 1995, S. 2). Die im folgenden genannten 254
        

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