Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/235/
Die Bewältigung des Aufgabenbereichs Pflegebedürftigkeit im Alter Schweizer Heimen vergleichbar zu machen. Die Liechtensteiner Heime liegen im Durchschnitt dieser Vergleichsgruppen.138 Als 
Fazit darf gezogen werden, dass es im Bereich der Geriatrie des KH Vaduz offensichtlich Anpassungsprobleme in bezug auf die in die­ sem Mass nicht erforderliche Kapazität gibt. Aber auch in den Heimen wird nach der Eröffnung des APH Balzers die Auslastung vermutlich nicht zunehmen. Was die Kosten betrifft, so sticht einerseits die Geria­ trie heraus, andererseits verzeichnet das LBZ Triesen leicht erhöhte Kosten gegenüber den anderen Heimen. Im Vergleich mit der Schweiz (am ehesten vergleichbares Lohnniveau) schneiden die Liechtensteiner Heime (ohne KH Vaduz) durchschnittlich ab. 4.2.3.2.1.3 Absehbare Entwicklung - Bedarfsprognosen Neben den bestehenden 256 Betten wird derzeit erwogen, das BWH Vaduz um 30 Betten zu erweitern. Zudem plant ein privater Interessent in Gamprin ein Altersheim mit 50 Betten. Ein möglicher Ausbau der stationären Einrichtungen lässt sich nur vor dem Hintergrund des Be­ darfes an solchen Einrichtungen bewerten. Insofern wird die im Jahr 1992 von der Arbeitsgruppe zur Entwicklung der zukünftigen Alters­ hilfe in Liechtenstein erstellte Bedarfsprognose vorgestellt und kritisch eingeschätzt. Ausgehend von bestimmten Annahmen über Mortalität, Fertilität und dem Wanderungssaldo139 wird von der Arbeitsgruppe prognosti­ ziert, dass sich der Bevölkerungsstand von 28 877 Einwohnern per Ende 1990 bis zum Jahr 2000 auf circa 30100 erhöhen wird, bis zum Jahr 2020 auf rund 30 500. Die Anzahl der Betagten, das heisst der über 65jährigen, betrug per Ende 1990 2875 Personen. Dies entspricht einem Anteil von zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Hochrechnung ergibt für das Jahr 2000 3190 und für das Jahr 2020 4087 betagte Ein­ wohner Liechtensteins. Dies entspricht 10.6 beziehungsweise 13.4 Pro­ zent der Gesamtbevölkerung. 138 Ein Detail stört bei der Argumentation von HealthEcon (S. 47): Sie klassifizieren alle in die Pflegestufen 
mittel und 
schwer eingeteilten Heimbewohner als Pflegepatienten. Mithin wären 66 Prozent der Heimbewohner Pflegepatienten. Dieser Anteil erscheint übertrieben. ,3' Zu den Annahmen siehe Arbeitsgruppe, S. 44 ff. 235
        

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