Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/222/
Fallstudien zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in Liechtenstein Abbildung 4.4: Betreuungsalternativen bei unterschiedlichem Pflegegrad (stilisiert) leicht Pflegegrad schwer 4.2.3.1.2.1 Eine Illustration des Allokationsproblems Das zentrale Allokationsproblem in der Pflegebewältigung besteht nun darin, für die Pflegebedürftigen ihrem Pflegegrad entsprechend jene Be­ treuungsform zu finden, die nachfrage- beziehungsweise bedarfsgerecht und gleichzeitig volkswirtschaftlich kostengünstig ist. Die obige Abbil­ dung 4.4 illustriert dieses Steuerungsproblem.119 Die Pflegebewältigung innerhalb der Familie ohne jegliche externe Unterstützung ist bis zu einem bestimmten Pflegegrad durchaus mög­ lich. Sobald jedoch professionelle Leistungen vorgenommen werden müssen 
(medizinische Hauskrankenpflege), übersteigt dies die Fähigkei­ ten (Befugnisse) der Familienmitglieder. Mit der Unterstützung profes­ sioneller ambulanter Dienste können jedoch auch höhergradig Pflegebe­ dürftige weiter in ihrem Haushalt betreut werden. Wenn hingegen keine familiäre Unterstützung gegeben ist, so stösst die ambulante Betreuung früher an Grenzen. Während in ambulanten Betreuungsformen die schwersten Pflege­ grade üblicherweise nicht versorgt werden können, eignen sich Pflege­ heime aufgrund der speziellen Ein- und Vorrichtungen und des qualifi­ zierten Personals auch für diese Gruppe. Bei den schwersten Pflegegra­ den besteht - aus der Sicht der Betreuungsformen - eine gewisse Monopolstellung des Pflegeheims. Für die leichter Pflegebedürftigen 119 Mit der Darstellung in nur einer Dimension wird natürlich von der Vielschichtigkeit der Pflegebewältigung stark abstrahiert. Dies ist zu rechtfertigen, weil es lediglich darum geht, das grundlegende Steuerungsproblem herauszuarbeiten. 222
        

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