Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/172/
Empirische Überprüfung des Soll-Profils staatlicher Aufgabenerfüllung nennenswerten Einnahmen in diesem Bereich, wodurch sie eine markant höhere Nettobelastung aus der allgemeinen Verwaltung zu finanzieren haben (siehe rechts in Tabelle 3.25). Bei der 
öffentlichen Sicherheit haben die Gemeinden in allen drei Regionen keine hohen Nettolasten zu tragen (allerdings ist bei den Liechtensteiner Gemeinden die Gemeindepolizei in der allgemeinen Verwaltung enthalten, vgl. weiter oben).83 Gravierende Unterschiede treten im 
Schulwesen auf. Die Liechten­ steiner liegen mit der Nettobelastung von 918 CHF zwischen den St. Galler Gemeinden, die fast ein Drittel ihres Budgets für schulische Belange aufwenden, und den Vorarlberger Gemeinden, die relativ gering aus dem Schulwesen belastet sind. In den Beträgen kommen wohl die unterschiedlichen (Finanzierungs-)Kompetenzen der Gemeinden im Schulbereich zum Ausdruck. Bemerkenswert ist, dass die Liechtensteiner Gemeinden etwa das 3fache für 
Kultur/Freizeit ausgeben. Dieses Ergebnis bestätigt sich bei Betrachtung der Nettobelastung. Die Vorarlberger und St. Galler Ge­ meinden liegen hier etwa gleich auf. Die Nettobelastungen der Gemeinden aus dem 
Sozial- und Gesund­ heitswesen unterscheiden sich im interregionalen Vergleich kaum. Die hohen Ausgaben der Vorarlberger Gemeinden aus der Trägerschaft von Krankenanstalten (vor allem durch die Städte Dornbirn, Bregenz, Blu- denz und Hohenems) und Pflegeheimen werden durch Einnahmen weitgehend kompensiert. In der Sammelposition 
Bauwesen/technische Infrastruktur verzeich­ nen die Liechtensteiner Gemeinden deutlich höhere Ausgaben als ihre Nachbarn: Fast die Hälfte des Budgets fliesst in diesen Bereich. Dem stehen zwar auch recht hohe Einnahmen gegenüber, allerdings ver­ bleibt den Liechtensteiner Gemeinden eine um das 3fache höhere Nettobelastung. Offensichtlich verzichten die Liechtensteiner Gemein­ den darauf, sämtliche Ausgaben aus der technischen Infrastruktur (Ab­ wasser, Wasser, Abfall) in Form von Gebühren auf die Wirtschaftssub­ jekte umzulegen.84 83 Die St. Galler Gemeinden geben zwar deutlich mehr aus, haben jedoch entsprechende Einnahmen zu verbuchen. 84 Die Ausgaben in der Position Finanzwirtschaft sind für sich schwer zu interpretieren. Deshalb wird davon Abstand genommen. 172
        

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