Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/170/
Empirische Überprüfung des Soll-Profils staatlicher Aufgabenerfüllung achtungszeitraum (1993) gerade dabei, ihren Haushalt auf das kantonale Rechnungsmodell umzustellen.82 Für die Zwecke des Vergleiches der Gemeinden der drei Regionen musste also eine Gliederung gefunden werden, die ohne grössere Probleme anwendbar ist und trotzdem noch gehaltvolle Aussagen erlaubt. Insbesondere sind folgende Anpassungen beziehungsweise Verdichtungen und Vereinfachungen vorgenommen worden (siehe Abbildung 3.23). Die 
allgemeine Verwaltung und der Aufgabenbereich 
Feuerwehr/ Sicherheitswesen sind ohne weiteres vergleichbar. Einzig die Gemeinde­ polizei verzerrt den Vergleich etwas: Während diese in Liechtenstein unter die allgemeine Verwaltung fällt, gehört sie in St. Gallen und Vor­ arlberg zu Feuerwehr/Sicherheitswesen. Da die Aufwendungen der Gemeindepolizei nicht sehr hoch sind, ist auf deren Herausschälung verzichtet worden. Das 
Schulwesen umfasst in Liechtenstein die Primarschulen und die Kindergärten. Zu beachten ist allerdings, dass die St. Galler Gemeinden (über Schulgemeindeverbände) für alle Volksschulen, also auch für Ober- und Realschulen zuständig sind, während die österreichischen lediglich für die Hausverwaltung und Investitionen/Instandhaltung der Gebäude Sorge tragen müssen. Ausgaben, die eigentlich dem Bereich 
Kultur und Freizeit zuzuord­ nen wären, können aufgrund des grösstenteils vorhandenen Nahverhält­ nisses der Sportplätze zu Schulen ebenso im Bereich Schulwesen anzu­ treffen sein. Lediglich Förderungen für Sportvereine und Jugendeinrich­ tungen sind in Vorarlberg in anderen Gruppen zu finden (allgemeine Verwaltung beziehungsweise soziale Wohlfahrt). Das 
Sozialwesen musste mit dem 
Gesundheitswesen zusammenge- fasst werden. Da die einzelnen Agenden in den Rechnungsmodellen keineswegs einheitlich verortet sind, musste das 
Bauwesen mit dem Bereich der technischen Infrastruktur (Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Umweltschutz) zusammengelegt werden. Ebenso in diese Gruppe auf­ genommen worden sind die Liegenschaftsrechnung, die Waldwirtschaft, die Forstwirtschaft sowie gemeindeeigene Betriebe (Volkswirtschaft). Die 
Finanzwirtschaft bildet wiederum einen recht homogenen Be­ reich. 82 Einige hatten diese Umstellung bereits vollzogen, andere noch nicht. 170
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.