Herausgeber:
LGU Schriftenreihe
Bandzählung:
1973
Erscheinungsjahr:
1973
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000104263/16/
Aus diesem Grunde sind wir dabei Luzia Beck, Säuglingsfürsorgerin, Triesenberg Warum sind Sie der Liechtensteinischen Gesellschaft für Um- weltschutz beigetreten? Die Probleme des «Umweltschutzes» sind sehr dringend und ge- rade von meiner beruflichen Seite her gesehen bin ich der An- sicht, daß besonders für die künftige Welt unserer Kinder etwas getan werden muß. Was halten Sie für das dringendste Problem der Liechtensteini- schen Gesellschaft für Umweltschutz? Unsere Wohn- und Erholungszonen müssen «umweltfreund- licher» gestaltet werden. Jeder einzelne soll dazu aufgefordert werden, unsere Natur zu schützen und zu erhalten. Josef Biedermann, Gymnasiallehrer, Planken Warum sind Sie der Liechtensteinischen Gesellschaft für Um- weltschutz beigetreten? «Weil ich es nicht als gleichgültig erachte, wie es sich in unse- rem Lande mit dem Respekt vor der Schöpfung verhält, aus dem heraus erst der Respekt vor dem Menschen als wichtigste Grund- lage unserer Staatsform wächst.» Meine Antwort auf Ihre Frage deckt sich mit diesen Worten des aargauischen Botanikers H.U. Stauffer (1929-1965). Wenn Liechtenstein als Staat überleben will, müssen wir zu die- sem kleinen Lebensraum Sorge tragen. Es sollte uns gelingen, unsere Umweltprobleme vorbildlich zu lösen. Dann können wir zum Modell für andere Staaten werden. Vielleicht gelingt es uns dann, glaubwürdig zur Lösung dieses weltweiten Problems et- was beizutragen. Sicher sind wir dann aber berechtigt, ja ver- pflichtet, an unsere Nachbarn die Forderungen des Umwelt- schutzes zu stellen. Was halten Sie für das dringendste Anliegen der Liechtensteini- schen Gesellschaft für Umweltschutz? Der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz muß es gelingen, sich aus den parteipolitischen Auseinandersetzungen herauszuhalten und völlig unabhängig zu arbeiten; sonst wird die Tätigkeit der Gesellschaft zur Farce. Die Hauptaufgabe sehe ich auf dem Gebiet des Landschafts- schutzes. Wir dürfen nicht zulassen, daß unser so begrenzter Lebensraum durch Einzelinteressen noch mehr eingeschränkt und entwertet wird. Gesetzgebung und Planung müssen diesem gesellschaftspolitischen Problem Rechnung tragen. Zur Lösung dieser äußerst schwierigen, doch lebenswichtigen Frage müssen wir uns permanent mit unserem kleinen Lebensraum beschäfti- gen; der Erziehung zu einem umweltgerechten und sozialen Ver- halten fällt eine besondere Bedeutung zu. Leo Büchel, Forstbeamter, Schellenberg Warum sind Sie der Liechtensteinischen Gesellschaft für Um- weltschutz beigetreten?
        

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