Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
26
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000083525/357/
Staat und Kirche im Fürstentum Liechtenstein - grundsätzliche Überlegungen aus aktuellem Anlass Wolfram Höfling Übersicht Einleitung - Grundelemente eines zeitgemässen Staatskirchenrechts - Staatskirchenrecht als Ausdruck positivierter Verfassungserwartungen - Folgerungen für die aktuelle liechtensteinische Situation - Schlussbemer­ kungen Einleitung Obwohl Pfarrer Daub in seinem eindringlichen Diskussionsbeitrag dar­ auf hingewiesen hat, aus seiner Sicht laute das eigentliche Thema des Symposions «Wie kann das Volk Gottes seinen Heilsauftrag erfüllen?», will ich doch als Staatsrechtler den Versuch unternehmen, einige wenige, fragmentarische Bemerkungen zu machen. Die Fragestellung möchte ich dabei wie folgt fassen: «Was sind aus der Perspektive einer verfassungs­ staatlichen Ordnung die Grundbedingungen für ein zeitgemässes Staats­ kirchenrecht und was folgt daraus für die konkrete Situation im Fürsten­ tum Liechtenstein?» Ich möchte diesen Versuch wie folgt beginnen: Immer, wenn ich nach Liechtenstein komme, versuche ich mich durch die Lektüre der liechten­ steinischen Tagespresse den spezifischen Bedingungen, Wirkzusammen­ hängen und Befindlichkeiten des Landes zu nähern. So stiess ich gleich auf den Leserbrief einer Protestantin, die augenscheinlich ihrer ehrlich empfundenen Empörung über ein Interview des Landesfürsten Aus­ druck gab. In diesem Interview in der «LIEWO» vom 21. März 1999 äussert sich der Fürst unter dem Titel «Etwas mehr Demut würde uns guttun» zum Verhältnis der katholischen Kirche zum Staat. Auf einen vom Fürsten gern praktizierten Vergleich zwischen der katholischen 365
        

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