Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
26
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000083525/352/
Markus Walser ten Instanzen. Damit verbunden ist auch ein entsprechendes Konflikt­ potential, das immer latent besteht und im Falle mehrerer Kirchgemein­ den in verschiedenen Schweizer Diözesen momentan auch offen liegt. Ein weiteres grosses Problem der sehr föderalistischen Schweizer Lösung ist der nur teilweise funktionierende Finanzausgleich. Am be­ sten äussert sich dies bei den Klerikerlöhnen. Diese reichen, soweit die mir bekannten Extreme, von etwa 12'000 Franken Jahresgehalt für einen Kaplan auf dem Wiesenberg über etwa 67'000 Franken für einen Pfarrer in einer mittleren Bündner Pfarrei und 120*000 Franken für einen Pfar­ rer in einer grossen Pfarrei des Kantons Schwyz bis etwa 200*000 Fran­ ken für einen Berner Stadtpfarrer. Der eine liegt unter dem Existenz­ minimum, der andere ... Das Schweizerische Mittel liegt wohl für einen Vikar knapp bei einem Primarlehrergehalt, für einen Pfarrer knapp bei einem Sekundarlehrergehalt. Ob es wirklich klug oder gerecht ist, ein­ fach Angebot und Nachfrage spielen zu lassen? In Deutschland und Österreich sind die Gehälter diözesan geregelt. Ein Pfarrer verdient mehr als ein Kaplan, und es gibt Zulagen für das Dienstalter und Orts­ zulagen für den Dienst in teuren Städten usw. Die Differenz vom ge­ ringsten Kaplansgehalt bis zum höchsten Ordinariatsgehalt beträgt immer noch knapp das Dreifache, jedoch nicht mehr als das Zehnfache wie in der Schweiz. Es ist fraglich, wie lange man sich in der Schweiz noch den Luxus der Doppelung von Kirchgemeinde und Pfarrei, von Kantonalkirchen und Diözese leisten kann. Dieser ist nicht nur schwerfällig und wird immer für unnötige Konflikte sorgen, sondern verhindert auch die Verwirk­ lichung verschiedener Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils in der Schweiz. Die Finanzierung der katholischen Kirche im Erzbistum Vaduz bzw. im Fürstentum Liechtenstein. Ist-Zustand und Lösungswege Im Erzbistum Vaduz bzw. im Fürstentum Liechtenstein ist grundsätz­ lich zu unterscheiden zwischen der Finanzierung des Erzbistums und der einzelnen Pfarreien. 360
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.