Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
26
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000083525/168/
Zusammenfassung von Teil I Zugehörigkeit zu Chur durch das jahrhundertealte, gewohnte Herkom­ men und die ununterbrochene behördliche Praxis, die völlig neue Kon­ stellation so nicht mehr trägt und dass den evangelischen Kirchen, die erheblich kleinere Gemeinden haben, die Möglichkeit der Erlangung eines öffentlich-rechtlichen Status eingeräumt werden sollte (Parität, nicht Uniformität). Auf Pfarreiebene - Gemeindeebene stellen sich ausser den bereits ge­ nannten steuerrechtlichen Fragen sehr komplexe Fragen der Klärung und eventuell Neuregelung der Vermögensverhältnisse, was ohne Mit­ wirkung der betroffenen Bevölkerungskreise gar nicht möglich sein wird (Alois Ospelt). Ferner stellt sich die Frage, ob die Präsentations- und Patronatsrechte der Gemeinden bzw. Pfarreien beseitigt werden sollten (wie es das Expose von Erzbischof Haas anklingen lässt) oder ob in un­ seren engen Verhältnissen diese Rechte nicht nur beibehalten, sondern sogar verstärkt werden sollten. Brunschwiler hat schon darauf hingewie­ sen, dass in dieser Frage göttliches Recht nicht im Spiel ist. Ausgewählte Grundthesen der Referate vom Donnerstag: Wolfgang Strasser - Es ist zu bedenken, dass die Konvention «in erster Linie als ein Instru­ ment zum Schutze individueller Rechte konzipiert [ist]. Die Geltend­ machung kollektiver Rechte ist die Ausnahme von der Regel und im Rahmen der Konvention nur innerhalb gewisser Schranken vorge­ sehen.» - Nach anfänglichen Zweifeln wurde jedoch auch anerkannt, dass Kir­ chen und Religionsgemeinschaften Träger von Rechten nach Art. 9 EMRK (Religionsfreiheit) sein können. - Selbst staatskirchenrechtliche Systeme (Skandinavien, Grossbritan­ nien) sind mit der EMRK nicht unvereinbar. «Insgesamt ist der völ­ kerrechtliche Schutz der Religionsfreiheit für die Religionsgemein­ schaften selbst in seinem Kernbereich gewährleistet.» Carl Hans Brunschwiler - Beim Modell der Verbindung von Staat und Kirche (grundsätzlich beschränkt auf die Ausprägungen in der Schweiz) werden aber nicht die kirchlichen Institutionen ins öffentliche Recht aufgenommen, viel­ 175
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.