Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
26
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000083525/130/
Pfarrei und Gemeinde am Beispiel Vaduz 3. Sparkassabüchlein bei Sparkassa Vaduz per 31. 12. 1918 mit 13*652 K ä 4 % / 546 K 8 h jähr). 4. Kontokorrent Sparkassa 66 K 22 h ä 3 '/2 % / 2 K 31 jährl. 5. 2 Obligationen österr. Staatsschulden von total 300 K / 12 K 60 h jährl. 6. zwei Grundstücke: Acker im Pradafant 402 Kl. und Wiese in der Au 522 Kl. jährl. 90 K Zins 7. von der Gemeinde das nötige Brennholz laut Kuratie- und Pfarreistatut = 70 K jährl. 8. von fürstl. Rentkasse für versch. Naturalgaben = 38 K 95 h jährl. 9. «Maisstiftung» von 1913 mit 1'200 K / jährl. 48 K 10. von der Gemeinde für jährl. zwei Feldbenediktionen 2 K Total 2'196 K 72 h Ertrag 11. Lasten: 1. Grundsteuer ca. 13 K 50 h 2. Erwerbsteuer 21 K 60 h 3. Ausfall an Manualstipendien für a) durchschnittlich 83 Missae pro populo ä 2 K = 166 K b) die der Pfarrpfründe inkorporierten Jahrtage = 90 K 50 h 4. Verköstigung der Patres anlässlich der neuen ständigen Missionen ä 6 K = 54 K 5. Verköstigung und Entschädigung des Maipredigers 48 K Total 393 K 72 h Lasten In dieser Zeit gab die Gemeinde für Kirchenzwecke durchschnittlich 1'300-1'500 Kronen aus. Es handelte sich dabei um Mesner- und Organi­ stengehälter, Auslagen für Kirchen- und Friedhofsunterhalt, Begräbnis­ wesen und öffentliche kirchliche Anlässe (Fronleichnam, Bittgänge etc.). Die Gemeinde verwaltete auch den sogenannten «Pfarrzehntfonds», d.h. die angelegten Zehntablösungskapitalien. Der Fonds bestand 1916 unverändert aus 16'209 Kronen, angelegt in Hypotheken und Sparkassa­ geldern. Die Zinseinnahmen (679 Kronen) reichten bereits nicht mehr ganz zur erforderlichen Deckung des Pfarrgehalts. Es mussten 131 Kro­ nen aus der Gemeindekasse zugeschossen werden.30 Das Einkommen der Vaduzer Geistlichen, ersichtlich aus dem Kura- tiepfrundurbarium von 1868, darf noch durchaus als angemessen gewer­ tet werden. In dieser Zeit hatte der fürstliche Rentmeister und Landes­ kassenverwalter ein Jahresgehalt von 650-900 Gulden. 1916 hatte sich die Besoldungssituation für den Pfarrer verschlechtert. Sein Einkommen von rund 2'000 Kronen entsprach etwa dem Jahresgehalt eines Polizisten oder Kanzleidieners. Der Landeskassenverwalter verdiente jetzt rund 4'500 Kronen. 30 Gemeinderechnung Vaduz 1916. 135
        

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