Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
25
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000082729/96/
Das Image von Liechtenstein bei seinen Nachbarn Begegnungen Einige Grundlagen für die Begegnungen zwischen den Liechtensteinern und ihren Nachbarn wurden in anderem Zusammenhang bereits be­ schrieben: Die Kenntnis des Fürstentums hat bei seinen Anrainern seit 1977 deutlich zugenommen (Tabelle 7, S. 32). In Vorarlberg und in der angrenzenden Schweiz findet man heute unter 10 Erwachsenen höch­ stens einen, der noch nicht in dem nahe gelegenen Kleinstaat gewesen ist. Sogar in dem weit gespannten deutschen Befragungsgebiet hat immerhin schon jeder zweite das Land einmal besucht. Während in der Nachbar­ schaft die Kenntnisse seit der ersten Befragung stark wuchsen, nahmen sie in der Gesamtbevölkerung von Deutschland, Osterreich und der Schweiz eher ab. Dort erklärt eine wachsende Zahl der Befragten, Liech­ tenstein sei ihnen ganz unbekannt. Auch die Sympathien für das Fürstentum, die in den weiter entfern­ ten Gebieten eher verblassen, haben sich bei den schweizerischen Anrai­ nern sehr gut erhalten und unter den Voralbergern noch einmal markant verstärkt (Tabelle 9, S. 34). Das bedeutet nun aber nicht, dass man bei allen Anwohnern in etwa das gleiche Bild des Fürstentums und die gleichen freundlichen Farben vorfände. Denn bei den Images, den Bildern in den Köpfen, ist es wie bei den Gemälden: Wird ein Gegenstand aus der Nähe abkonterfeit, treten Feinheiten hervor, Anziehendes, aber auch Abstossendes vergrös- sert sich, die Farben werden kräftiger, und je nach dem Winkel des Betrachters schieben sich ganz unterschiedliche Einzelheiten beherr­ schend in den Vordergrund. Eine solche Einzelheit wäre für viele An­ rainer von Liechtenstein etwa die Tatsache, dass man in Liechtenstein Verwandte, Freunde oder Bekannte hat oder dass man im eigenen Le­ bensumkreis Liechtensteinern begegnet. Diese Tatsache macht sich beim Image des Landes stark bemerkbar: Es lässt sich zeigen, dass Befragte mit liechtensteinischen Verwandten oder Bekannten eher ein anziehen­ des Bild von Liechtenstein haben, stärkere Kenntnisse über das kleine Land besitzen und auch deutlich grössere Sympathien dafür hegen (Tabelle 35). Diese starke Übertragung von Sympathien für die Bewohner eines Landes auf das Land ist zwar altbekannt. Neu bedenkenswert wird sie hier jedoch, weil die Liechtensteiner aufgrund der Kleinstaatsituation mit ihren Nachbarn in den angrenzenden Regionen vielfach verbunden 96
        

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