Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
25
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000082729/41/
Veränderungen im Image von Liechtenstein dafür, dass es dort nur noch der harte Kern der Sammler ist, dem zu Liechtenstein die Briefmarken einfallen. Zweifellos hat diese Entwick­ lung auch damit zu tun, dass heute neue Kommunikationsmedien in den Vordergrund treten und das Schreiben und damit die Briefmarken über­ all weniger im Bewusstsein der Bevölkerung sind als noch 1977. Aussagekräftiger ist da schon der starke Rückgang bei der Aussage "Wertvolle Gemäldesammlung" in der Schweiz. Auch hier sind es vor allem die nachgewachsenen Jüngeren, die nur noch wenig von der Sammlung wissen: Von den Befragten zwischen 15 und 29 Jahren kennt gerade noch ein Fünftel den Kulturschatz. Dass die liechtensteinischen Skifahrer heute weniger im Blickwinkel der Europäer sind als zu einer Zeit, in der sie gerade eben grosse olympi­ sche Erfolge erzielt hatten, braucht nicht weiter kommentiert zu werden. Neben diesen Verflachungen des Profils von Liechtenstein in der Vor­ stellungswelt der Befragten gibt es jedoch auch eine Reihe von Kon­ stanten und von positiven Entwicklungen, die nicht unbedingt sofort ins Auge fallen. So hat sich bei Vorstellungen wie "Kleinstaat", "Liegt zwi­ schen Schweiz und Osterreich", "Selbständig, unabhängig", ein deut­ licher Kenntniszuwachs in Ländern wie Frankreich, Italien , oder den Niederlanden vollzogen. Und auch die Vorstellung "Die Fürstenfamilie" hat sich noch weiter verbreitet. Durch kräftige Gewinne in den entfern­ teren Ländern und leichte Verluste in den Nachbarländern kommt sie im Durchschnitt der 7 Länder heute auf 49 Prozent. Fast jeder zweite, der den Namen Liechtenstein schon einmal gehört hat, antwortet also "Die Fürstenfamilie", wenn er nach seinen Assoziationen zu Liechtenstein befragt wird. Die Bedeutung dieser Befunde kann man verstehen, wenn man hört, dass auch Image-Züge wie "Die Fürstenfamilie" oder "Kleinstaat" zu den Sympathien für Liechtenstein beitragen.13 Wenn sich nun gerade diese Vorstellungen als sehr stabil oder sogar als erweiterungsfähig er­ weisen, so muss hier gleichsam ein starker Grundstock von tendenziell positiven Vorstellungen existieren, den es für die zukünftige Pflege des Images zu nutzen gilt. Ähnlich markant ist die Zunahme der Feststellung: "Die Liechtenstei­ ner sind reiche Leute." In den 7 Ländern treffen heute im Durchschnitt 13 Vgl. das Kapitel zur Bedeutung des Fürstenhauses für das Image von Liechtenstein. 41
        

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