Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
25
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000082729/187/
Italien stentum nur dem Namen nach kennen. Diese Gruppe hält sich in Nord­ italien bei der Frage nach den Sympathien eher zurück und erklärt sich wegen ihres Kenntnismangels eher für unentschieden. Allerdings hat die Kenntnis Liechtensteins in Italien seit der Untersu­ chung von 1977 deutlich abgenommen. Von etwa zwei Dritteln der Be­ völkerung schrumpfte der weiteste Kreis der Liechtenstein-Kenner auf die Hälfte der Bevölkerung. Am stärksten verringerte sich dabei die Gruppe derer, die eine konkrete Vorstellung mit Liechtenstein verbinden können. Dieser Gruppe gehörte vor 20 Jahren noch jeder fünfte an, heute gehört zu ihr nur noch jeder zehnte. Im Vergleich zu 1977 haben auch Sympathien und Antipathien abgenommen, die Antipathien glück­ licherweise noch deutlich stärker als die Sympathien. In dem deutlich verkleinerten Kreis derjenigen, die das Fürstentum zumindest dem Namen nach kennen, hat das Bild des Fürstentums aber nichts an Detailschärfe verloren, sondern insgesamt noch Genauigkeit hinzugewonnen. So vergrösserte sich - bei den einzelnen Image-Ele- menten von 1977 - die Summe der prozentualen Nennungen von 307 auf 348. Die verbliebenen Liechtenstein-Kenner sind im Durchschnitt also besser über das Fürstentum informiert als die entsprechende Gruppe im Jahr 1977. Nicht allein die Wissens-Dimension - selbständiger Kleinstaat - ist bei den Liechtenstein-Kennern heute stärker ausgeprägt als vor 20 Jahren, überdurchschnittlich haben auch Vorstellungen wie "die Fürstenfamilie" oder "nettes Urlaubsgebiet, schöne Landschaft" zugenommen. Während bei der ersten Image-Umfage nur 29 Prozent an die Urlaubsqualitäten des Fürstentums dachten, stehen diese heute 43 Prozent der Liechten­ stein-Kenner vor Augen. Die Verkleinerung des Kennerkreises wirkt sich mithin auf die Vorstellung des schönen Urlaubslandes nicht aus. Dementsprechend stieg seither auch die Jahreszahl der Logiernächte von italienischen Besuchern von 3300 auf bis zu 6000 zu Anfang der 80er Jah­ re. Derzeit ist dieser Wert zwar wieder auf etwa 3600 Logiernächte ge­ sunken; im Vergleich mit den anderen Ländern der Umfrage von 1977 hat sich jedoch allein in Italien die Zahl der Liechtenstein-Besucher erhöht. Relativ stark fällt den Italienern auch die wirtschaftliche Entwicklung des Fürstentums ins Auge. 36 Prozent, weit mehr als im Durchschnitt der Umfrage, halten die Liechtensteiner heute für reiche Leute. Jeder sechste Liechtenstein-Kenner hat bemerkt, dass es in Liechtenstein gute Möglichkeiten für seriöse Investitionen gibt. Bei diesem Wert 
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