Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
24
Erscheinungsjahr:
1998
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000081741/118/
Staatseinnahmen und Fiskalpolitik 3.2.4. Kosten- und verursachergerechte Kausalabgaben Bei den Entgelten handelt es sich um Kausalabgaben, die aufgrund be­ sonderer Dienste des Staates entrichtet werden. Darunter sind als Be­ sonderheit des Fürstentums Liechtenstein die Gebühreneinnahmen der PTT-Betriebe und die Einnahmen aus den Briefmarkenverkäufen an Philatelisten in der Landesrechnung enthalten. Wie in anderen Staats­ rechnungen sind darin die Gebühren für Amtshandlungen, die Ersatz­ abgaben und andere staatliche Entgelte, wie zum Beispiel für Rücker­ stattungen, Bussen, Verpflegungstaxen und Schulgelder oder die Jagd­ pacht und die Fischereilizenzen angeführt. In den Rechenschaftsberichten sind neben den Steuereinnahmen die Entgelte und andere Erträge aufgeführt.230 Daraus ergeben sich in den einzelnen Ertragsgruppen folgende Einnahmen (in Mio CHF): 1993 1994 1995 1996 Einnahmen Laufende Rechnung 443.6 458.9 521.5 569.4 Steuern und Abgaben 290.8 311.4 363.3 405.8 Entgelte und andere Erträge 152.8 147.5 158.2 163.5 - Entgelte (Kausalabgaben) 97.0 100.2 101.3 102.0 - Vermögenserträge 44.7 35.7 45.1 50.7 - Rückerstattungen, Verrechnungen i 11.1 11.5 11.8 10.8 Durch die starke Erhöhung der Steuereinnahmen hat sich das Verhältnis der Gebühren- zu den Steuereinnahmen von einem Drittel auf ein Vier­ tel reduziert. Die nichtfiskalischen staatlichen Einnahmen der PTT-Be­ triebe verlangen im Vergleich zu den Budgets anderer Staaten eine diffe­ renzierte Betrachtung. Zu den Gebühreneinnahmen tragen zur Haupt­ sache die in der liechtensteinischen Landesrechnung integrierten PTT-Betriebe bei. Durch die in den vergangenen Jahren vorgenomme­ nen grossen Investitionen für das Telefonnetz ist für die Zukunft ein Einnahmepotential geschaffen worden, das es zu berücksichtigen gilt. Gesamthaft dürfte das Post- und Fernmeldewesen, den öffentlichen 230 Vgl. ReBe 1994, S. 61, und ReBe 1996, S. 323. 117
        

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