Herausgeber:
Liechtensteiner Landeszeitung 1863-1867
Bandzählung:
1867
Erscheinungsjahr:
1867
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000081309_1867/99/
-Liechtensteiner Kandeszeitung. 
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Vaduz, Samstag Rro. SÄ. 1k. November 1867. 
Dieses Blatt erscheint in der Regel monatlich 2mal und kostet ganzjährig 1 fl. 50 kr. Einrückungsgebühr für die gespali 
tene Zeile 4 Nkr. Man bestellt die Zeitung in Vaduz bei der Redaktion — in Feldkirch bei der löbl. Wagner'schen Buch» 
Handlung oder bei der k. k. Post. Die Redaktion besorgt auch Bestellungen auf das liechtenst. Landesgesetzblatt. 
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Allerhand Neuigkeiten. 
Bezüglich der am 6. ds. in Vaduz abgehaltenen 
Biebschau konnte man sich sehr befriedigt aussprechen, 
indem eine große Anzahl recht schöner Thiere vorgeführt 
wurde. Leider geschah es nur unter geringer Betheili 
gung des Unterlandes. Von dieser Seite her hörte 
man denn auch wieder eine oder die andere unzufriedene 
Stimme; hielt man es ja sogar als unverzeihlich, daß 
ein Oberlander in Sevelen eine große „Singes" ent 
lehnte, um durch den Aufputz seines Thieres die Preis 
richter für dasselbe einzunehmen!! 
Die gute Stadt Wien bekommt nun doch ein Pä 
dagogium oder Lehrerseminar nach eigenem Geschmack, 
ganz nach dem Wunsche des Gemeinderathes. Man 
erinnert sich, daß die Adresse der 25 Bischöfe und Erz- 
bischöfe Oestreichs hauptsächlich auch gegen diese Anstalt 
gerichtet war. Die kaiserl. Regierung hat die Anstalt 
dennoch zugelassen. Sie mußte gewichtige Gründe ha 
ben, daß sie den geistlichen Herren nicht zu Willen war. 
Es ist das in Oestreich wirklich unerhört. — Gleichzei 
tig hat man, einen berühmten Pädagogen, Professor 
Stoy von Jena, nach Oestreich berufen zur Einrichtung 
eines Lehrerseminars in Bielitz. 
Die Feldk. Ztg. schreibt: Am 5. d. Mts. fand ein 
Bürger der Gemeinde Weiler Namens Alois Ludescher 
folgendes tragisches Ende. Derselbe ging nämlich um 
die Mittagszeit in den Weintorkel, wo sich sein Wein 
zum Pressen befand und gerade Niemand anwesend war, 
und wollte aus seiner Bütte eine halbe Maaß Wein 
schöpfen, diese Bütte war mit einem Decke! versehen, 
welchen derselbe öffnete, um sich den Wein zu schöpfen 
in dieselbe hinunterbückte, und wahrscheinlich von dem 
in der Gährung befindlichen Wein erstickt wurde. — 
Derselbe wurde nämlich kurze Zeit darauf von dazu 
gekommenen Torkel-Nachbarn todt aus der Bütte von 
Welcher er sich nicht mehr zu erheben im Stande war, 
herausgezogen. 
In der Bütte befanden sich so circa 30 Vtl. rothen 
Wein. 
Glarus. Mehrere Wochen nach dem heurigen er 
sten Schneefall im Oetober begab sich ein Mann v
    

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