Herausgeber:
Liechtensteiner Landeszeitung 1863-1867
Bandzählung:
1866
Erscheinungsjahr:
1866
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000081309_1866/60/
SV- 
die Rückfalle der Kälte kämen von dem Eisschmelzen der 
nordastatifchen Flüsse, andere meinten von dem Eisgange 
der Ostsee oder von einem Meteoritenfall. Allein diese 
Erscheinungen treffen nicht nachweisbar mit den Spät 
frösten zusammen. Dagegen hat Dove, auf viele Be 
obachtungen gestützt, die Ansicht aufgestellt, daß um diese 
Zeit alljährlich nordwestliche kalte Lustströme über einen 
Theil von Europa ziehen (bedingt durch die Stellung 
der Erde zur Sonne) welche den Frost bringen.. Ge 
genden, welche diesen Winden nicht ausgesetzt sind, ha 
ben auch keine Fröste (Karlsruhe, Bern, Wien, Frank 
furt a. M.). Diese Winde treffen nur Westeuropa und 
deshalb kennt man die Spätfröste oder doch nachträgliche 
kühlere Temperatur nicht von Petersburg bis Jrkutsk 
(Nordasien). — Als ein Schutzmittel gegen die Spätfröste 
gilt der Rauch, er muß aber natürlich erst dann erzeugt 
werden, wenn das Thermometer am Boden auf Null 
geht, und an einem Orte, daß ihn der Luftzug über die 
Pflanzung hinweht. Bereiste Gewächse erleiden keinen 
Schaden, wenn sie vor Sonnenaufgang mit kaltem Was 
ser begossen werden, welches übernacht im Freien stand. 
(Nach Dr. Dellmann i. d. Ergänzgs.-Bl. Nr. 10). 
Zur Düngerbereitung. Das sogenannte „Torf 
klein" — zerfallene Torfstücke und Abfälle in den Torf 
magazinen — hat wie die Ackererde die merkwürdige 
Eigenschaft, die im Harn und in der Gülle enthaltenen 
Dungstoffe vollständig aufzusaugen. In Stettin (Preu 
ßen) bedient man sich nun des Torfkleins zur Nutzbar 
machung der flüssigen Abtritts st offe. Es werden in den 
Abtritten Körbe angebracht, welche mit Torfklein ange 
füllt sind. Der Harn sickert durch diese Körbe, entledigt 
sich dabei seiner Pflanzennährstoffe und läuft fast als 
reines Wasser ab. Der gesättigte Torf wird alsbald 
durch frischen ersetzt, und gibt nun einen leicht verwend 
baren ausgezeichneten Dünger. — Es folgt daraus, daß 
sich der leicht zu gewinnende Torfstaub überall mit Nuz- 
zen verwenden läßt, wo Gülle u.d. gl. nutzlos von der 
Miststätte abfließt, oder im Boden versinket. Eine 6- 
zöllige Torflage wird alle nahrhaften Bestandtheile auf 
saugen und einen ausgezeichneten und dabei billigen 
Dünger erzeugen. (Nach einem Bericht des 11. Heftes 
der „Ergänzun gs b lätter". 
Druckfehler in jNr. 13, S. , Schweiz, Zeile 4 lies 
»Oberbaufond« für »Ackerbaufond«. 
Anzeigen. 
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Für Echtheit und Reinheit der Waare wird gebürgt. 
Hemden, welche nicht bestens passen, werden retour 
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auf Verlangen zugesendet. Bestellungen aus den Provinzen 
gegen Nachnahme. Bei Bestellungen von Herrenhemden 
bittet man um Angabe der Halsweite. g 
Curs. 
Für l00 fl Silber wurden in Wien bezahlt: 
Samstag, den 2. Zum . . . fl. 126.25 Banknoten. 
Donnerstag, den 7. » . . . fl. 133.50 » 
Herausgeber: Gregor Fischer. 
Verantwortlicher Redaktor: vr. Schädler. 
Druck von Heinrich Graff in Feldkirch.
        

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