Herausgeber:
Liechtensteiner Landeszeitung 1863-1867
Bandzählung:
1865
Erscheinungsjahr:
1865
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000081309_1865/9/
Liechtensteiner Landeszeitung. 
Dritter 
Vaduz, Samstag Nro. . 28. Januar 1865. 
Dieses Blatt erscheint in der Regel monatlich 3mal und kostet ganzjährig i fl. 5«) kr. Einrückungsgebühr für die gespal 
tene Zeile 4- Nkr Man bestellt die Zeitung in Vaduz bei der Redaktion — in Feldkirch bei der löbl. Wagner'schen Buch 
handlung oder bei der k. k. Post. Die Redaktion besorgt auch Bestellungen auf das liechtenst. Landesgesetzblatt. 
Zur Nachricht. 
1. Von vielen Seiten wurde der Wunsch ausgespro 
chen, die Verfassung des Fürstenthums aufs Neue 
in Druck zu geben, und zwar im Format des Landes 
gesetzblattes. Dies ist nun geschehen und es kann 
dieselbe bei derRedaktion der Landeszeitung 
um den Preis von 12 Nkr. gekauft werden. 
Verfassung und Amtsinstruktion umfassen soviel als 3^ 
Nummern des Gesetzblattes. 
2. Um einen andern Wunsch des Publikums zu er 
füllen, haben wir dafür gesorgt, daß die Verfassung und 
alle Gesetzblätter von den Jahren 1863 und 1864 in 
einem Bande mit Titelblatt und Register, um den Be 
trag von ungefähr 10 Nkr. gebunden werden. Alle 
diejenigen Leser, welche den Einband ihres Gesetzblattes 
wünschen, wollen die Nummern, welche sie besitzen in 
ein Papier einpacken und ihren Namen darauf 
schreiben. Dieses Paket mögen sie bei der Redaktion 
oder bei den Herrn Agenten (meistens die Herren Lehrer) 
abgeben, welche die Pakete an die Redaktion einsenden 
werden. Nach 14 Tagen oder 3 Wochen werden die 
Gesetzblätter eingebunden sein. 
3. Wenn ein Leser eine oder die andere Nr. des 
Gesetzblattes verloren haben sollte, so kann er sie um 5 
Nkr. per Bogen von 8 Seiten ebenfalls bei der Redak 
tion erhalten. 
4. Da nur durch zahlreiche Betheiligung ein so bil 
liger Preis der Verfassung und ein so geringer Preis 
des Einbandes möglich gemacht wird, so hoffen wir 
zahlreiche. Abnahme. 
Besonders empfehlen wir diese Sache den Herren 
Pfarrern, Gemeinde- und Schulräthen zc. Es dürfte 
zweckmäßig sein, wenn jede Gemeinde für die Gemeinde 
räthe mehrere Exemplare im Rathszimmer niederlegt. 
5. Die Zahlung erfolgt erst bei Abgabe der Gesetz 
blätter. 
6. Wir ersuchen nachträglich die Herren Agenten, 
die Leser in ihren Gemeinden über diese Sache aufzu 
klären und uns die Gesetzblätter, welche man gebunden 
wünscht, nebst einem Namensverzeichniß in 8—14 Ta 
gen einzusenden. 
Die Redaktion. 
Kurze politische Rundschau. Es stellt sich nun 
heraus, daß Napoleon auch bei dem mexikanischen 
Kriege wieder ein Stück Land zum Lohn erhält. Der 
Kaiser Mar von Meriko habe eine seiner reichsten Pro 
vinzen an Frankreich abgetreten. — Der Papst hat ei 
nen Abgesandten nach Meriko geschickt, um mit dem Kai 
ser Mar ein Conkordat abzuschließen. Zugleich beab 
sichtigt man, die katholischen Jrländer, welche bisher in 
der Regel nach Nordamerika auswanderten, nach Meriko 
zu senden. 
In Italien herrscht noch immer ein ungeheurer 
Geldmangel, nämlich in den Staatskassen. Zu bewun 
dern ist nur der opferwillige Sinn des Volkes, welches 
mehr als ^ der 1865er Steuern, über 120 Millionen 
Frk., vorausbezahlt hat. Ein Mitarbeiter der Allgem. 
Zeitg. meint, so etwas sei in Deutschland nicht möglich. 
Der Mann hat sicher nicht unrecht, denn es ist in 
Deutschland allmählig soweit gekommen, daß die Ein 
wohner der verschiedenen 34 Vaterländer fast allen Glau 
ben an sich selbst verloren haben. Gebt dem Deutschen 
ein geeinigtes Vaterland und er wird nicht hinter den 
Italienern zurückstehen. Daß es in Deutschland nur 
erst Vaterländer gibt ist zu beklagen; übrigens ist es 
nicht das eigene Werk der Italiener, daß sie geeinigt 
wurden. Vor diesem Wege bewahr' uns Gott. — Eine 
andere Merkwürdigkeit der gegenwärtigen Italiener ist 
die, daß sie mit vielem Ungestüm die Aufhebung der 
Klöster und die Einziehung der Kirchengüter verlangen. 
Von dem jungen Griechenkönig müssen wir auch 
wieder ein Mal reden. Derselbe leidet am Heimweh. 
Kein Wunder! Ein so junges Blut und soll 
die Regierung eines so verkommenen Staates führen! 
Allerhand Neuigkeiten. 
Vaduz, 23. Januar. Die Besetzung der hiesi 
gen Pfarrei ist dem Vernehmen nach entschieden. Ein 
Konflikt, der bei dieser Besetzung im Anzug war, scheint 
glücklich vermieden. Der neue Eurat von Vaduz ist 
Hw. Hr. Johann Florin Decurtins, Doktor der Theolo 
gie, geb. 1828 zu Trims im Kanton Graubünden, 
Priester seit 1854. Er war von 1855—57 Professor 
im Kloster Dissentis und im bischöflichen Seminar zu 
Ehur, sodann Pfarrer an der neu errichteten Pfarrei 
Jlanz, darauf Kaplan der päpstlichen Schweizergarde in
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.