Herausgeber:
Liechtensteiner Landeszeitung 1863-1867
Bandzählung:
1865
Erscheinungsjahr:
1865
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000081309_1865/20/
- so - 
dsqkm: Sind die Holzpreise auch diesen Zahlen ange 
paßt? Eine Klafter Tannenholz kostet 6 fl., eine Bu« 
chenklaster 8 si. 20. Nach der Brennkraft wäre die 
Tannenklafter aber nur 2—3 fl. werth — oder aber 
die Buchen 18 fl. Nun kommt dies daher, weil Tan 
nenholz auch zum Bauen gebraucht und deshalb theurer 
bezahlt wird. Wenn ich nun Holz kaufen muß, so neh 
me ich lieber das buchene, weil ich dann 3mal mehr 
Brennkraft bekomme und doch nur 1 Fuhr- und t Spal 
terlohn davon zu zahlen habe. 
„Prenne kein grünes Holz" — wenn eS sich 
einrichten laßt, ES ist ausgemacht und von den Forst 
leuten bestättigt, daß durch Verbrennen des grünen (un- 
gftrocknetM) Holzes t/z, meist aber die Hälfte mehr 
verbraucht werde, als wenn dasselbe, zu rechter Zeit 
^schlagen und gehörig ausgetrocknet erst zur Verwen 
dung kommt, weil im ersteren Falle der reiche Wasserge 
halt des grünen HolzeS erst im Ofen, Heerde ;c. :c. 
verdunsten muß, wodurch noch der Uebelstand herbeige 
führt wird, daß ein solches Holz gewöhnlich nicht ver 
brennt, sondern nur verkohlt, einen geringen Wärmegrad 
erzeugt und durch den entstehenden Dampf und vermehr- 
ten Ruß die Oefen früher ruinirt. 
Werden nun in einer Gemeinde z. B. jährlich 150 
Klafter grünes Holz verbrennt und nehmen wir den da 
durch entstehenden Mehrverbrauch nach dem oben Gesag 
ten nur zu ^ an, so verbrennt eine solche Gemeinde 
jedes Jahr 50 Klafter Holz unnütz. Das Klafter zu 
y fl. angenommen, beträgt die jährliche der Thorheit 
gezahlte Steuer: 250 fl. Und wie viel grünes Holz 
wird bei uns noch verbrannt. Wie sich das ändern läßt, 
weiß ich im Augenblick selber nicht. Vielleicht weiß ein 
Leser einen guten Rath. Laß' er ihn hören! 
Wenn der Einkauf deS HolzeS bewerkstelligt ist, wer 
den auch noch wesentliche Fehler beim Spalten began 
gen. Man hört den Holzhauern zurufen: sie möchten 
das Ofenholz nicht zu klein spalten und hübsche Klötze 
lassen; denn diese hielten nach. Allein wie irrig und 
nachtheilig diese Meinung ist, mag schon aus Folgendem 
erhellen: Je rascher das Feuerungsmaterial brennt, desto 
besser erwärmt eS. Nun ist aber wohl Jedem bekannt, 
daß trockenes und klein gespaltenes Holz schneller brennt, 
als ein Klotz. Wenn dieser auch länger nachhält, das 
Heißt, wenn er mehrere Stunden braucht, um langsam 
pnd mit schwacher Flamme sich nach und nach zu ver 
mehren, sv wird er dagegen nur sehr wenig Wärme ge 
ben, aber desto mehr Rauch und Ruß. DaS Holz brennt 
nur an seiner Oberfläche; je kleiner eS gespalten ist, 
desto mehr Flamme erhält man, und nur die Flamme 
erwärmt den Ofen; die Wärme eines gedrückten, glim 
menden Feuers entweicht größtenteils nutzlos durch die 
Rauchröhre. In diesem Umstände ist auch der große 
Bortheil zu suchen, den die Einrichtung gewährt, wenn 
nach dem Abbrennen deS HolzeS die Ofenthür gut ge 
schlossen werden kann. 
Wirkung deS SalzeS bei Schweinemast, 
Obwohl das Sprichwort: „1 Pfund Salz, 1 Pfund 
Schmalz" Jedermann bekannt ist, so ist eS doch gar 
häufig üblich, den Mastschweinen den Salzzusatz zum 
Futter vorzuenthalten. Ist dieses Sprichwort auch nicht 
buchstäblich zu nehmen, so geht doch aus dem Folgenden 
hervor, daß eS nicht ohne einen tieferen Sinn ist. Vier 
Schweine von gleichem Wurfe, die sich auch ziemlich 
egal geartet hatten, wurden zur Mästung eingestellt und 
zwar je zwei zusammen. DaS eine Paar wog bei He« 
ginn der Mast 35 Pfund mehr als das andere Paar, 
Die Fütterung geschah mit ganz gleichen Futterstoffen iy 
genau gewogenen gleichen Mengen, nur bekam das eintz 
Paar täglich einen Salzzusatz von 3 Lyth, das ander? 
Paar aber, das bei Beginn der Mast um 35 Pfuich 
schwerer war, erhielt gar kein Salz. Nach 9 Wochen 
war das letztere Paar, obwohl es sich fortwährend in 
gutem Gesundheitszustand befand, dennoch um 73 Pfy, 
leichter als dasjenige Paar, das regelmäßig den Salz- 
zusatz erhalten hatte. 
Anzeigen. 
Cnde Februar t86S 
der Wadischen Eisenbahn-Loofe, 
Der Verkauf dieser Anlehensloose ist in allen Staaten 
gesetzlich erlaubt. 
Die Hauptgewinne des Anlehens sind: 14mal 50,000 
fl., 54mal 40,000 st., 12mal 35,000 fl, 23mal 15,000 
fl., 55mal 10,000 fl., 40mal 5000 fl., 58mal 4000 fl., 
366mal 2000 fl., 1944mal 1000 fl., 1770mal 250 fl., 
bis abwärts jetzt 49 fl.; überhaupt 400,000 Loose ge 
winnen 400,000 Prämien. 
1 Loos für obige Ziehung kostet 3 st. östr. Währ, 
6 Loose zusammen nur 15 fl. östr. Währ. 
Pläne und Ziehungslisten erhält Jedermann gratis 
und sraneo. — Gefällige Aufträge bis zu den klein 
sten Bestellungen werden gegen Baarsendung pünktlichst 
ausgeführt. 
Jakob Lindheimer junior, 
Staats - Effekten - Handlung 
22 in Frankfurt a/M. 
Curs. 
Zür l.00 fl. Silber wurden in Wien bezahlt: 
Samstag, de^ il. Februar . . . fl. 112.50 Banknots«. 
DonnerStaL, den 16. Februar . . . st. 112.25 » 
Herausgeber: Gregor Fischer. 
Verantwortlicher Redakwr: vr. Schädlep. 
>ruck von I. Gra 'S Äittwe m Feldkirch
        

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