Herausgeber:
Liechtensteiner Landeszeitung 1863-1867
Bandzählung:
1865
Erscheinungsjahr:
1865
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000081309_1865/128/
- IS« 
her Finsterniß, doch den Fortschritt und ^die Wahrheit 
liebt/ Da es ihm nun weder fortschrittlich schien, daß 
die vom Schulmeister übel bestellte Uhr sehr oft stehen 
bleibt, noch der Wabrbeit gemäß, wenn er trotz dieses 
Ühren stillst and es rufen würde: 
„Liebe Leute, laßt Euch sagen: 
Unsre Glock' hat elf geschlagen!" 
A ersann der gewissenhafte Mann auf seinen nachtlichen 
Gängen ein genaueres Lied und begann vor des Schul 
meisters Haus — der zugleich Meßner >ist — zum 
Erstaunen der Wachen und. Halbwachen also zu singen: 
11 Uhr. Hört, iln Leute, laßt Euch sagen: 
Unsre Glock' thut gar nicht schlagen, 
Unsre Uhr geht gar nicht fein, 
Es wird jetzt ung'fähf elf Uhr sein. 
12 Uhr. Hört, ihr Leute, laßt Euch sagen: 
Unsre Glock' thut noch nicht schlagen; 
Ich aber hab' mein' Wacht vollbracht, 
Zch denk': Es ist jetzt Mitternacht. 
Die Anwendung ist auf unsere Kirchenuhren sehr 
leicht, denn oft stehen sie still — und wenn sie gehen, 
so Harmoniren sie ebenso ott beinahe wie 1 und 2. 
Würden die Meßner, statt auf falsche Sonnenuhren, auf 
den ersten Bahnzug Vormittags sehen, der jetzt z. B. 
um 8 Uhr -48 Minuten von Sevelen aufwärts fährt, 
so wäre eine Harmonie leicht hergestellt. 
— Schulanekboten. Was sagte Krösus, als 
er auf dem Scheiterhausen stand? Varus, Varus gib 
mir meine Religionen wieder. — Was mußte Simson 
thun, als er bei den Philistern gefangen war? Er 
mußte immerwährend die Kaffeemühle mahlen. 
Anzeigen. 
E d V e t. 
Hon dem fürstlichen Landgerichte ist auf Ansuchen 
des Herrn Cbristof Wanger in Schaan in Vertretung 
verschiedener Untei Pfandsbesitzer, die Einleitung der 
Amortisirung nachstehender Obligationen bewilligt worden. 
1. Obligation vom 2. Mai 1789 lautend auf Ge 
org Tscharner in Jenins per 50 fl. R. W., versichert 
auf dem Anwesen der Agatha Kieber geb. Nederer Nr. 
38 in Schellenberg. 
2. Obligation vom 3. Mai 1784 lautend auf Theo 
dor Enderle in Maienfeld per 109 st. R. W., versichert 
auf dem H?ufe Nr. 72 der Magdalena Regele in Trie 
fen und im Triesner Grdb. Nr. 3 Fol. 94. 
3. Obligation vom 7. Mai 1754 ausgestellt zu 
Gunsten der Frau v. Gehring in Feldkirch per 125 fl. 
R. W., versichert auf dem Anwesen des Thadäus Beck 
Nr. 46 in Triesnerberg. 
4. Obligation vom 17. April 1810, ausgestellt zu 
Gunsten des Joh. Theodor Enderle und Gebrüder En 
derle in Maienfeld, und auf dem Gute der Magdalena 
Hasler im Schellenberg Grdb. Nr. 1 Fol. 23 versichert 
per 400 fl. R. W. 
5. Kaufschillingsforderung, versichert ohne Schuld- 
ttrkunde auf dem Haufe des Joh. Marrer Nr. 121 in 
Druck von Z. Graff' 
Eschen für das Meraner Seminar, spater unter Bezie 
hung auf Erhib.Nr. 396 jud. 1823 für die Patscheide- 
rischen Erben in Münster, superintabulirt per 230 fl. R.W. 
6. L. Kauf ohne Datum ;u Gunsten der Wirzleschen 
Massa auf dem Gute der Magdalena Hasler in Schel- 
lenberg Grdb. Nr. 1 Fol. 49, versichert perllOfl. R.W. 
7. Obligation vom 2. Mai 1798, lautend für das 
Gotteshaus St. Luzi in Chnr, versichert auf den Grund 
stücken der Anna M. Oehri geb. H^eb Nr. 72 in Ru- 
gell. Rugg. Grdb. Nr. 1 Fol. 579 und Nr. 2 Fol. 25 
per t50 fl. R. W. 
8. Obligation vom 10. Dezember l809, lautend auf 
Barbara Marrer in Bendern, und vet sichert auf dem 
Grundstücke des Joseph Dietrich in Ruggell, Rugg. Grdb. 
Nr. 1 Fol. 588 per 150 fl. R. W. 
9. Obligation vom 3. September 1784, lautend 
auf Stephan v. Klerik und auf dem Hause Nr. 121 
des Zoh. Marrer in Eschen dermalen für Peter Klerik 
in Chur, versichert per 100 fl. R. W. 
Es werden daher diejenigen, welche aus diesen Obli 
gationen und Schuldtiteln noch Rechtsansprüche zu ha 
ben glauben, hiemit aufgefordert, bei diesem Gerichte 
binnen einem Jahre, d. i. bis 10. November 1866 sich 
zu melden, widrigens die obei wähnten Urkunden für null 
uud nichtig erklärt und die Pfandrechte im Grundbuche 
gelöscht würden. 
Fürstl. Liechtensteinisches Landgericht. 
Vaduz, den 9. November 1865. 
Der Landrichter: 
32 Keßler. 
Spielwerke 
S mit 4—36 Stücken, worunter Prachtwerke mit 
» Glockenspiel, Trommel und Glockenspiel, mit Flö- 
I tenspiel, mit Himmelsstimmen, mit Mandolinen; 
! ferner: 
Spieldosen 
k mit 2—12 Stücken, Neeessairen, Eigarrentempe- 
k Photographie-Albums, Schreibzeuge und Schweizer- 
V Häuschen mit Musik, alles fein geschnitzt oder ge- 
Z malt; Puppen in Schweizertracht mit Musik, tankend, 
T stets das Neueste empfiehlt I. H. Heller in 
B Bern. — k'i'mieo. — Defecte Werke oder Do- 
H sen werden repamt. 
Werke, die mit ihren liebli- 
chen Tönen jedes Gemüth erheitern, 
selten in keinem Salon und an 
H keinem Krankenbette fehlen. 
Curs. 
Für 100 fl Silber wurden in Wien bezahlt: 
Samstag, den 2. Dezember . . fl. 105.50 Banknöten. 
Mittwoch, den 6. Dezember fl. U'5.50 » 
Herausgeber: Gregor Fischer. 
Verantwortlicher Redaktor: Dr. Schädler. 
Wittwe in Feldkirch.
        

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