Herausgeber:
Liechtensteiner Landeszeitung 1863-1867
Bandzählung:
1863
Erscheinungsjahr:
1863
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000081309_1863/44/
Vorzüglich - ist darauf zu sehen , ob die zu wählende 
Anstalt schon durch mehrere Jahre beständen, sich das 
zur Garantie der.beitretenden erforderliche Vermögen be 
reits erworbeiz,. und sich durch die schon geleisteten Ent 
schädigungen als solid bewahrt hat. Ferner ob die Ver 
sicherungsanstalt dem Nachbarstaate Oestreich oder ir 
gend einem andern entlegenen Staate angehört, von wem 
dieselbe verwaltet wird, in welcher Geldsorte sie die Schä 
den zu ersetzen pflegt, und ob sie eine Agentur im Lande 
errichtet hat, oder ob die Versichernden ihre Geldbeiträge 
an entfernte ausländische Agenturen abführen müßen. 
Nicht immer sind jene, zumal Aktiengesellschaften für 
die Versichernden die vortheilhaftesten, welche die niedrig 
sten Prämien verlangen, denn meistens sind es neu ins 
Leben getretene Gesellschaften, die mittelst heruntergesetzter 
Prämie großen Zuspruch und ungeachtet der großen Kon- 
kurenz emporzukommen suchen. Solche Gesellschaften 
haben aber im Verhältniß ihres großen Risikos eine kleine 
Einnahme, und sind daher sehr in Gefahr, durch einen 
großem auf ihre Rechnung, statthabenden Brand ihren 
eingegangenen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen 
zu können. 
Hat sich der Versicherungswerber die Anstalt gewählt, 
so wird er an die betreffenden Agenten sein Begehren 
stellen, zu welchem Zwecke ihm von der Anstalt mehrere 
die Lokalitätsbeschreibung, Gewerbsbetrieb :c. beschlagen 
de Fragen aufgeworfen werden, die der Versichernde der 
Wahrheit getreu und gewissenhaft beantworte^ muß, wenn 
er sich nicht der Gefahr aussetzen will, seine Entschädi 
gungsansprüche zu verwirken. 
Der liechtensteinische Versichernde thut am besten, wenn 
er seine Gebäude mit Ausnahme von etwa massiven Ge 
wölben ganz, d. h. nickt nur das Holzwerk oder die ver- 
brennlichen Theile derselben, und zwar mit dem wahren 
wirklichen Werthe versichert. Als Maßstab bei der Wer- 
thung der zu versichernden Gegenstände, dienen bei Ge 
bäuden die Kosten des Wiederaufbaues, und bei der Fahr- 
niß die Ankaufspreise, jedoch mit Berücksichtigung des 
Werthsunterschiedes, zwischen einem alten und neuen Ge- 
häude, oder neuer und alter Waare. 
Blos theilweise Versicherungen eines Gebäudes, bei 
welchen blos der Dachstuhl oder das gesammte Holzwerk 
mit Ausschluß des Mauerwerkes versichert wird, erschwe 
ren im Unglücksfalle nicht nur die Berechnung und Li- 
quidirung des Schadens, sondern es findet sich der Ver 
sicherte in der Regel getäuscht, indem das meistens aus 
Kalksteinen bestehende Mauerwerk wegen Verkalkung zu 
nichts mehr taugt, und somit denn doch abgetragen wer 
den muß. 
(Fortsetzung folgt.) 
Vaduz, 26. Juli. Nach der soeben beendigten Auf 
nahme des gegenwärtigen Standes der Bienenzucht 
in Vaduz und dem hieher gehörigen Theile des ,Mühle 
holz" stellt sich folgendes Ergebniß heraus: Bienenhalter 
sind es gegenwärtig 42, welche zusammen 95 Stöcke be 
sitzen. Unter diesen sind 67 Stöcke mit unbeweglichem 
Wabenbau (bereits lauter Strohkörbe), und 28 Stöcke 
mit beweglichem Wabenbau (Dzierzonstöcke). Diesjährige 
Schwärme gab's 26; darunter sind 18 Natur- und 8 
Kunstschwärme; einem Besitzer ist 1 Schwärm verflogen. 
Ueberwintert wurden 69 Stöcke, so daß sich also die Ver 
mehrung durch Schwärme auf bereits 37^ Prozent be 
läuft, was ein normales Vermehrungsverhältniß anzeigt. 
Fünf Eigenthümer erhielten gar keine Schwärme; Einer 
dagegen deren 8 von 11 überwinterten Stöcken. Ein 
Bienenhalter im Mühleholz hat einen Riesenstock, dessen 
gegenwärtiges Gewicht er auf 1 Centner schätzt. Die 
höchste Stockzahl Eines Besitzers ist 19, die niedrigste 1. 
Wird 1 Stock durchschnittlich auf 5 fl. öst. W. gewerthet, 
so reprasentiren sämmtliche 95 Stöcke einen Geldwerth 
von^75 fl. Die 26 Schwärme könnten auf circa 100 
fl. tarirt werden. ' (H) 
Silberkurs. 
Freitag, den 7. August. 
Mittwoch, den !2. August 



IN. 
111. 
Herausgegeben von G. Fischer. 
Verantwortlicher Redaktor:vr. Schädler. 
wovon die Ziehung am, s t. August' t 8K 3 stattfindet, 
werden von den Unterzeichneten zum Tageskurse abgegeben. 
Diese Loose find mit Gewinnsten von 
Gulden: 40,000, 35,000. 15,000, 10,000, 5000, 4000, 2000, 100 :c. 
ausgestattet, und der geringste Preis, den mindestens jedes Loos erhalten muß, betragt 4? Gulden. 
Der Verloysungsplan ist gratis zu haben und wird Jedermann franco zugesandt, ebenso Ziehungslisten gleich 
nach der Ziehung. 
Alle Anfragen und Auflage sind direkt zu richten an 
Jakob Vindheimer, junior. 
i-Effekten-Geschäft in Frankfürt a. M. 
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>6 i , -Äüftxyggeb^- welche sich bei der obigen Ziehung betheiligen Mollen, haben . 
.. jedes- - -verlangte .Loos.. Hn-zuseyden. Bei Bestellung^ ppy 6 Loosen sind -nur A. K ä öst. HV. 
zuMMten, 

Druck von Z. Gvaff'S Wittwe in Feldkirch. ;
        

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