Brutto-Inlandprodukt (BIP) und 
Elektrizitätsverbrauch in der Schweiz 
(Abbildung 2) 
Wachstumsraten in % 
sss Landesverbrauch 
BIP real, Basis 1980 
Spiegelbild gesellschaftspolitischer Ansprüche 
Die Stromproduktion zu einem bestimmten Zeitpunkt wird 
zwingend durch den Stromverbrauch zum selben Zeitpunkt 
vorgegeben. Ein noch so weitverzweigtes Stromnetz tole- 
riert nur ein Gusserst geringes Auseinanderklaffen von Er- 
zeugung und Konsum. Der Vergleich mit dem labilen 
Gleichgewicht des Seiltánzers auf dem Hochseil ist hier an- 
gebracht. Die Stromerzeuger vollziehen immer das, was 
die Stromkonsumenten anfordern. 
Zentral für die hier angesprochenen gesellschaftspoliti- 
schen Ansprüche ist die in Abbildung 2 beruhende Erkennt- 
nis, dass der Stromverbrauch offensichtlich eng an das 
wirtschaftliche Geschehen gebunden ist. Diese Koppelung 
ist entgegen der Wunschvorstellungen der Kernenergie- 
gegner immer noch vorhanden. Strukturänderungen und 
Verbraucherverhalten in der Kundschaft haben jedoch die- 
se Abhängigkeit etwas modifiziert. Ein Blick auf die sieben 
mageren Stromjahre dieses Jahrzehnts zeigt, dass die 
Stromnachfrage auch bei wirtschaftlichem Nullwachstum 
leicht zunimmt. 
Es ist eine einfache Sache, überschüssige Kapazität auf 
dem Elektrizitätsmarkt zu bemängeln, tiefe Strompreise auf 
dem Spotmarkt festzustellen und eine entsprechende An- 
passung der Konsumpreise zu fordern. Die Konjunktur wird 
nicht von der Elektrizitätswirtschaft gemacht; man erwartet 
vielmehr von ihr, dass sie ein volkswirtschaftliches Wachs- 
tum nicht hemmt, sondern einen modernen Kraftwerkpark 
entwickelt, der nach ökonomischen und ökologischen 
Gesichtspunkten ausgerichtet ist, den Sicherheitserforder- 
nissen genügt und in der in der Lage ist, die Kundenbedürf- 
  
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1975 
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1990 
1995 
1996 
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