steigerung bei den Kraftwerken ist jedoch begrenzt, weil 
die Kosten sich in der Regel zu 50 Prozent aus Finanzie- 
rungskosten, zu 25 bis 30 Prozent aus Abgaben an die óf- 
fentliche Hand und nur zu 20 bis 25 Prozent aus laufen- 
den Betriebs- und Unterhaltskosten zusammensetzen. Die 
letztgenannten Kosten wurden schon in den letzten Jahren 
schrittweise reduziert. 
Die Marktöffnung wird auch zu einem verstärkten Abbau 
von Arbeitsplätzen führen, ohne dass unmittelbar neue ge- 
schaffen werden. Im Ausland zeigt sich, dass die Arbeits- 
plätze um 20 bis 30 % reduziert wurden. 
Die Finanzierung der Abgeltung der INAI ist nur machbar, 
wenn der Markt etappiert gemáss Brancheneinigung geöff- 
net wird und alle Kunden im Verháltnis zu ihrem Stromver- 
brauch beitragen. 
Elektrizitätsmarktgesetz 
Am 20. Februar 1998 hat der Bundesrat seinen Entwurf für 
ein Elektrizitätsmarktgesetz (EMG) veröffentlicht und in die 
Vernehmlassung geschickt. Sie wurde am 15. Mai 1998 
abgeschlossen. Die Botschaft zuhanden der Eidgenössi- 
schen Räte soll noch 1998 verabschiedet werden, so dass 
die Behandlung im Parlament im Jahr 1999 stattfinden wird 
und das Gesetz frühestens am 1. Januar 2000 in Kraft tre- 
len kann. 
Die erste Reaktion der Elektrizitátsbranche bestand im Ver 
gleich des Entwurfs mit ihrem, im Vorstehenden dargestel- 
ten Modell, welches durch die Brancheneinigung eindrück- 
lich unterstützt wurde. Die Stellungnahme war: 
«Der Verband Schweizerischer Elektrizitatswerke | (VSE) 
unterstützt den Erlass eines schlanken Rahmengesetzes zur 
schrittweisen Schaffung eines grenzüberschreitenden 
Elektrizitátsmarktes. leider trägt der heute veröffentlichte 
Gesetzesentwurf dem Ziel eines fairen und offenen Mark 
tes in entscheidenden Punkten nicht Rechnung. 
Der Bundesrat anerkennt im Gesetzesentwurf die durch 
technische, betriebliche und wirtschaftliche Gründe not 
wendige Übergangsphase bis zur vollstándigen Offnung 
des Strommarktes, was der VSE begrüsst. Die gegenüber 
dem kürzlich veröffentlichten Kompromissvorschlag des 
VSE vom Bundesrat gewählte, forcierte Marktöffnung führt 
unnötigerweise zu überhöhten Folgekosten, die namentlich 
Kantone und Gemeinden als Eigentümer von Elektrizitäts- 
unternehmen treffen werden. 
Der vorliegende Gesetzesentwurf sieht staatliche Eingriffe 
vor, die einen unverháltnismássigen Eingriff in das Eigen- 
tum der Elektrizitátsunternehmen bedeuten und zurückzu- 
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