Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
35
Erscheinungsjahr:
2003
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000077483/237/
die Produktionsseite zu einer Vernachlässigung der Nachfrageseite ge- führt haben, was eine Überschätzung der Nachteile und eine Unter - schätzung der Vorteile aus staatlicher Kleinheit zur Folge haben 
kann. Ausgangssituation Die vorliegende Arbeit baut auf zwei verschiedene Literaturstränge auf. In einem ist der Kleinstaat oder eine homogene Gruppe von Klein staa - ten unter ökonomischen Gesichtspunkten Objekt der Analyse. Dazu zählt unter anderem die detaillierte Analyse des liechtensteinischen öf- fentlichen Sektors von Gantner und Eibl (1999). Gantner und Eibl fan- den bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Bereitstellungsarrange - ments und den -kosten von öffentlichen Gütern in Liechtenstein und be- nachbarten Regionen in der Schweiz und Österreich. Ausserdem wurde das Konzept des internationalen Outsourcing von ihnen entwickelt, das sich auch im Rahmen dieser Studie als hilfreich und relevant herausstell- te. Andere Beispiele für diesen Literaturstrang sind Olafsson (1998), der sich mit der isländischen Wirtschaft als typische Kleinstaatenökonomie auseinandersetzt, und World Bank (1998), die sich mit den politischen und ökonomischen Problemen von Kleinstaaten im Pazifik beschäftigt. Die vorliegende Arbeit entwickelt diesen Ansatz insofern weiter, als sie versucht über eine grössere Anzahl von Kleinstaaten Regelmässigkeiten bzw. Besonderheiten zu finden. Dabei muss die Analyse in der Regel auf einem höheren Aggregationsniveau empirischer Daten ansetzen. Der zweite Literaturstrang, der eigentlich nur sehr wenige Beiträge umfasst, hat sich zwar mit einer grösseren Anzahl von Kleinstaaten beschäftigt, dafür aber vor allem mit makroökonomischen Variablen (Arm strong und Read, 1995; Armstrong et al., 1999). Unser Haupt - augen merk liegt hingegen auf dem öffentlichen Sektor, obwohl wir – wie schon erwähnt – die Interdependenzen zwischen den beiden Sektoren nicht ausser Acht lassen, weil gerade im Zusammenspiel von privatem und öffentlichem Sektor Ansatzpunkte liegen, die erlauben es, die öko- nomischen Erfolgsfaktoren von Kleinstaaten zu analysieren. An dieser Stelle sei noch der für unsere Fragestellung wichtige Beitrag von Alesina und Wacziarg (1998) erwähnt, in dem unseres Wissens zum ersten Mal empirisch der negative Zusammenhang zwischen Staatsgrösse und Grösse des öffentlichen Sektors hergestellt und auf Skaleneffekte in der 237
        

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