Verantwortungsbewusstsein — gepaart mit einem rechten Mass an Wagemut — 
bewies; parteipolitisch wirkten die Ergebnisse der Schlossabmachungen motivie- 
rend im Hinblick auf die im Jahre 1922 bevorstehenden Landtagswahlen. 
Zu guter Letzt seien aus der Proklamation vom 15. September 1920 zwei Sätze 
als Schlussgedanken weitergegeben. Dies scheint mir auch insofern sympto- 
matisch zu sein, da diese Proklamation von den Volkspartei-Vertretern entworfen 
und von Fürst Johann Il., dem Guten, mit dem Vermerk «einverstanden» ange- 
nommen wurde. 
Im letzten Abschnitt dieser Proklamation heisst es: 
«Liechtensteiner! 
Haltet nun fest zusammen, stellet bei aller Wahrung selbständiger Anschauungen 
den Gedanken der Einigung zu gemeinsamer Arbeit im Dienst des Vaterlandes 
über das, was Euch bisher trennte und möge dasjenige, was ich in unablässiger 
Sorge um Euer Wohl nach reiflicher Erwägung beschlossen und euch hiemit 
kundgetan habe, Meinem Lande und Meinem Volke zu Heil und Segen gereichen. 
Das walte Gott! Johann m/p. 
«Einverstanden» 
     
   
   
ohnbe- 
völkerung 
Liechten- 
steins: 
12720. 
Die Stimmbürger nehmen eine 
Initiative zur Herabsetzung des 
vom Landtag erhöhten 
Steuersatzes auf Vermögen 
und Erwerb an (19.1.). 
Gründung der Liechtensteini- 
schen Industriekammer (29.1.). 
Der Arbeiterverband reicht 
einen Vorschlag zur Schaffung 
einer Familienausgleichskasse 
und einen Gesetzesentwurf 
über die Erhebung eines Steuer- 
zuschlages für die liechten- 
steinische Familienausgleichs- 
kasse ein. 
Das Stimmvolk befürwortetet 
den Bau des Saminakraftwerkes 
und bewilligt die notwendigen 
Kredite (15.7.). 
  
  
Bergrennen Vaduz-Masescha, 
5. Oktober 1947 
  
 
        

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