Nr. 8: Modifikationen der Entschliessung des Fürsten Johann Il. von Liechten- 
stein auf der Grundlage der Schlossabmachungen, dat. Vaduz, den 13. September 
1920. Dabei eine beglaubigte Abschrift. 
Über Bericht und Antrag des Vorstandes Meiner Kabinettskanzlei und des Hofrats 
Dr. Peer finde Ich Mich bestimmt, folgende Modificationen Meiner Entschlies- 
sung vom 11. m. c. zu genehmigen: 
Ad I: 
1. Zwischen die Worte «demokratischer» und «Grundlage» sind die Worte «und 
parlamentarischer» einzuschalten. 
3. Der zweite Satz hat zu lauten: «Der Landammann und sein Stellvertreter wer- 
den vom Fürsten einvernehmlich mit dem Landtage über dessen Vorschlag 
ernannt». 
Der dritte Satz hat zu lauten: «Für das Amt des Landammanns und seines 
Stellvertreters haben nur gebürtige Liechtensteiner in Betracht zu kommen». 
4. Zum zweiten Absatz tritt folgender Zusatz: «Kollegiale Behórden sind mehr- 
heitlich mit Liechtensteinern zu besetzen». 
Zur Kompetenz des Staatsgerichtshofes gehüren weiters: Prüfung der Verfas- 
sungsmässigkeit von Gesetzen, Entscheidung über Klagen auf Haftung des 
Staates für Verschulden seiner Beamten und über Klage des Landtages auf 
Entlassung von Regierungsmitgliedern oder von nicht richterlichen Beamten 
wegen behaupteter Pflichtverletzung. 
Im dritten Absatz tritt anstelle der Worte «wenigstens zur Hälfte» das Wort 
«mehrheitlich». 
6. Ab «wenigstens» hat die Fassung zu lauten: «300 wahlberechtigten Landes- 
bürgern oder über Gemeindeversammlungsbeschlüsse von mindestens drei 
Gemeinden einzuberufen.» 
«D» 
  
 
        

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