8. Die Staatsaufgaben sind in der Verfassung mit besonderer Bedachtnahme auf 
die Beförderung der gesammten Volkswohlfahrt und die Schaffung von Ge- 
setzen zum Schutze der religiösen, sittlichen und wirtschaftlichen Interessen 
des Volkes, zur Förderung des Unterrichts-, Erziehungs- und Pflegewesens 
mit spezieller Berücksichtigung der haus- und landwirtschaftlichen, sowie der 
gewerblichen Fortbildung tunlichst eingehend zu umschreiben. 
9. Die Regelung der zoll- und handelspolitischen Beziehungen zu einem Nach- 
barstaate und die gesetzliche Ordnung des Geldwesens zur Überleitung in 
eine gesunde Währung sind mit möglichster Beschleunigung durchzuführen. 
Das Jagdwesen ist im Interesse der Landwirtschaft und der Gemeindefinan- 
zen ehestens zu regeln. 
Der Ordnung der Landesfinanzen ist ein besonderes Augenmerk zuzuwenden; 
sie ist durch Erschliessung neuer Einnahmsquellen und Schaffung gerechter 
Steuergesetze zu sichern. 
10. Im Interesse der arbeitenden Bevölkerung ist auf die Schaffung von Arbeits- 
gelegenheit im Lande kräftig Bedacht zu nehmen. Nach Zulass der Verhält- 
nisse und der finanziellen Mittel des Landes ist möglichst bald die Einführung 
der Kranken-, Unfalls- und Altersversicherung in die Wege zu leiten. 
Il. Ich bestelle den Hofrat Dr. Josef Peer provisorisch auf die Dauer eines Jahres 
zum Leiter der Regierungsgeschäfte mit den Rechten und Vorzügen eines Regie- 
rungschefs und betraue ihn vornehmlich mit der Aufgabe, die ad | umschriebene 
Verfassungsrevision, die gesetzliche Ordnung des Geldwesens und des Landes- 
haushaltes, sowie den Abschluss der Zoll- und Handelsverträge mit einem Nach- 
barstaate durchzuführen. 
Ich genehmige auch die Heranziehung eines katholischen Schweizerfachmannes 
zur beratenden Mitarbeit bei Einführung von Einrichtungen, die in der Schweiz 
gesetzlich geregelt sind und sich dort praktisch bewährt haben. 
<> 
  
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.