Volltext: Die Schlossabmachungen vom September 1920

tung eine «Geschäftsprüfungskommission» stehen solle, sagt, dass «die evange- 
lische Sicherheit» des Prinzen Eduard dem Lande da und dort geschadet habe, 
spricht sich auch für das Recht des Referendums und der Initiative aus, führt aus 
[Seite 7/8], dass er auf der Alpe Rautz von einem Alpknechte (Triesenberger) 
manche Unstimmigkeiten im Lande speziell hinsichtlich der Jagd (Prinz Eduard) 
erfahren und diese Mitteilungen sofort in die Kabinettskanzlei nach Wien berichtet 
habe, beteuert, dass er dem Fürsten gegenüber ein freimütiger Verteidiger der 
Volkspartei gewesen sei und betonte speziell, dass er nicht die Absicht hátte, un- 
seren Zollanschluss an die Schweiz zu hintertreiben; denn er sei für den Anschluss 
Vorarlbergs an die Schweiz eingetreten.® Bei diesem Punkte wurde Dr. Peer vor- 
gehalten, dass seine Verteidiger namentlich in der Versammlung [Seite 8/9] in 
Eschen die Peerfreundlichkeit damit begründeten, weil ihnen dieser das «Loch» 
gegen Feldkirch óffnen würde. Dr. Peer musste auch zugeben, dass manche Ge- 
scháftsleute in Feldkirch ihn ersucht hatten, Liechtenstein wieder an Feldkirch zu 
binden, weil sonst manche Gescháfte arg geschádigt seien. Es wurde dann Dr. 
Peer auch die Rolle des Gesandtschafts-Attachés Dr. Hoop vorgehalten. Es wurde 
dann zum Schlusse bestimmt, dass am Samstag, d. h. am folgenden Tage, den 11. 
Sept. eine weitere Besprechung stattfinden solle. Dann sollte etwas Bestimmtes 
ausgemacht werden, bis dahin aber werde er, Peer, mit den Vertretern der Bürger- 
partei nicht in Verhandlungen treten. Schluss 9'/ abends. [Seite 9/10] 
Die Besprechung vom Samstag, den 11. Sept., sollte am Nachmittag beim 
«Kirchthaler» in Vaduz stattfinden. Entgegen der Abmachung musste sie jedoch 
erst abends beginnen, weil ebenfalls entgegen der Verabredung am Samstag 
abends um 6 Uhr die Herren Bürgerpartei-Verireter Fritz Walser, Wanger, Marxer 
und Peter Büchel von Dr. Peer und Kabinettsrat Martin zu einer Aussprache in 
das Absteigequartier eingeladen und empfangen worden waren. 
9. [Stenographische Ergánzung 4] 
  
  
  
Am 3. Juli 1993 vermáhlen sich 
Erbprinz Alois von Liechtenstein 
und Herzogin Sophie in Bayern. 
In Ruggell werden ihnen Ge- 
schenke überreicht. Links vom 
Brautpaar der im Februar 1993 
gewählte Regierungschef Markus 
Büchel, rechts der Ruggeller Vor- 
steher Anton Hoop. 
  
  
Fürst Hans Adam ll., Fürstin Ma- 
rie, Erbprinz Alois und seine Frau 
Sophie. Im Hintergrund (M.) Her- 
zogin Elisabeth in Bayern, die 
Mutter der Erbprinzessin. 
  
  
  
  
  
 
	        

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