Wahlkampfveranstaltung 1986 
  
   
    
    
    
    
   
    
   
   
  
    
   
    
   
   
    
  
   
  
Die Landtagswahlen bestätigen 
die Resultate von 1982 (2.2.) 
und bringen der VU erneut 
über 50% aller Stimmen. 
Emma Brogle-Sele aus Vaduz 
und Hildegard Beck aus Schaan 
werden Ersatzabgeordnete 
des Landtags, Emma Eigenmann 
aus Nendeln wird Abgeordnete. 
Erstmals beteiligt sich die «Freie 
Liste» an den Landtagswahlen. 
Es kommt Bewegung in 
die Parteienlandschaft und 
Innenpolitik. 
Mit Madga Batliner und 
Maria Foser-Beck werden erst- 
mals Frauen als Regierungsrat- 
Stellvertreterinnen gewáhlt. 
Im April 1986 stimmen 
die letzten Gemeinden 
Liechtensteins der Einführung 
des Frauenstimm- und 
Wahlrechtes auf Gemeinde- 
ebene zu (17./19.4.). 
tismus. Die Partei fordert Abberufungsrecht des Landtages gegen unpraktische 
oder unfáhige Beamte. 
Die Verantwortlichkeit aller Beamten ist durch ein Gesetz festzulegen. 
Die Volkspartei verlangt, dass die Beamten bzw. Angestellten für ihre Tätigkeit 
einheitlich bezahlt und dass die Gewohnheit, sie für manche Tätigkeiten noch be- 
sonders zu entschädigen, abgeschafft werde. 
8. Die Regierung hat aus Landesbürgern zu bestehen. Der Vorsitzende als Land- 
ammann soll vom Landtage vorgeschlagen und vom Fürsten bestätigt, die bei- 
den Regierungsräte und ihre Stellvertreter vom Landtage gewählt werden. 
Die Volkspartei verlangt eine parlamentarische, das Vertrauen des Landtages 
besitzende Regierung, die zurückzutreten hat, wenn sie dieses Vertrauen nicht 
mehr besitzt. 
Das Regierungskollegium hat allwöchentlich mindestens eine Sitzung abzu- 
halten, wobei der Landschreiber das Protokoll führt. Der Landammann ist nur 
das Vollzugsorgan des Regierungskollegiums. Der-Landschreiber darf nicht als 
Stellvertreter des Landammanns fungieren und hat kein Stimmrecht. 
Die Verwaltungs-Beschwerde-Instanz und die Gerichte sind mehrheitlich durch 
Wahl aus Landesbürgern zu bestellen. Vor den Berufungsgerichten ist mündlich 
zu verhandeln. 
Die Partei verlangt einen Staatsgerichtshof zum Schutze der verfassungsmässi- 
gen Rechte der Bürger, zur Entscheidung von Zuständigkeitskonflikten zwischen 
Gerichten und Verwaltungsbehörden und zur Beurteilung der Verantwortlichkeit 
der Regierungsmitglieder und sonstiger Staatsangestellter. 
9. Die Partei fordert den modernen Ausbau aller Verwaltungsvorschriften, sie 
verlangt ein neuzeitliches Verwaltungsrechtspflege-Verfahren mit geordnetem 
Instanzenzuge. 
In Zollstrafsachen ist das Verfahren im Inland durchzuführen. Keine ausländische 
Zollhaft mehr. 
«D» 
  
 
        

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