wohner, war also eine stattliche Gemeinde. Eine zahlenmässig grössere Einwoh- 
nerschaft wiesen damals nur die Gemeinden Triesen und Balzers auf. 
Volksschule und Gymnasien 
Die Triesenberger Primarschule wurde gemäss den Bestimmungen des Schul- 
gesetzes von 1859 geführt. Das 1846 gebaute Schulhaus war gegen Ende des 
Jahrhundert längst zu klein geworden. 1891/92 baute die Gemeinde deshalb eine 
neue Schule. Unterrichtet wurden die Kinder in erster Linie von den Kloster- 
schwestern aus Zams, die von 1871 bis 1951 in Triesenberg pädagogisch tätig 
waren und auch landesweit im pädagogisch-schulischen Bereich Pionierarbeit 
leisteten. Zu Wilhelm Becks Zeiten hatte die Schule vier Lehrkräfte. Pfarrherr war 
Matthäus Müller, der bis zu seinem Tod 1934 in der Gemeinde wirkte. Diese ver- 
lieh ihm 1915 das Ehrenbürgerrecht. Während der Sommerferien verdingte sich 
Wilhelm Beck jeweils als Geisshirt in Oberschan auf der schweizerischen Rhein- 
talseite. Es ist überliefert, dass Beck einen «unersättlichen Wissenstrieb» gehabt 
habe, und dass er während des Geisshütens Stenographie lernte. 
Die nächste Schulstation war die 1858 gegründete, damals zweiklassige Landes- 
schule in Vaduz, die höchste Schule in Liechtenstein. Sie wird als «bescheidene 
höhere Elementarschule oder untere Sekundarschule» bezeichnet. Wilhelm Beck 
war, so sein Nachruf, «bald der Liebling des Lehrers». Er muss also ein wirklich 
guter Schüler gewesen sein, dessen weitere Förderung auf der Hand lag. Er 
absolvierte deshalb die Handelsschule Feldkirch und wechselte dann an die 
Handelsakademie in St. Gallen, wo er schliesslich maturierte. 
An den Universitäten Zürich und München 
Im Oktober 1906 immatrikulierte sich Beck — gleichzeitig auch der politische 
Weggefahrte und nachmalige Regierungschef Gustav Schadler — an der Universi- 
tät in Zürich und nahm das Studium der Rechtswissenschaften auf. Als der 
«D» 
196] 
   
     
ohnbe- 
vólkerung 
Liechten- 
steins: 
17125. 
Die Stimmbürger befürworten 
ein neues Steuergesetz (12.3.). 
Das Stimmvolk nimmt eine 
Initiative zur Änderung 
des Abstimmungsverfahrens 
bei Güterzusammenlegungen 
an (6.8.). 
Eröffnung des Abendtechnikums 
Vaduz (15.4.). 
Tod des ehemaligen Fürstlichen 
Abgeordneten, Landtags- 
abgeordneten und Regierungs- 
chefs Prof. Gustav Schädler, 
eines, wie es im Nachruf hiess, 
«unerschrockenen Wahrers der 
Volksrechte» (19.6.). 
Einweihung der neuen 
Realschule Vaduz (15.7.). 
Landtagsbeschluss zur Errich- 
tung einer Liechtensteinischen 
Landesbibliothek (5.10.). 
Eröffnung des Heimatmuseums 
Triesenberg (29.10.). 
Die Stimmbürger stimmen 
einer Jagdinitiative zu, welche 
die Jagdhoheit an den Grund- 
besitz bindet (7./8.12.). 
Fürst Franz Josef Il. verweigert 
die Sanktion des Jagdgesetzes 
(20.12.). 
  
 
        

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