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ohnbe- 
vôlkerung 
Liechten- 
steins: 
13980. 
Schwerer Lawinenniedergang 
im Malbun, der mehrere Hütten 
und Ställe vernichtet (21.1.). 
Der Landesausschuss der 
Vaterländischen Union votiert 
am 14. April 1951 im «Hirschen» 
Eschen einhellig für die Einfüh- 
rung der Alters- und Hinter- 
lassenenversicherung (AHV). 
Der Landtag genehmigt in 
dritter Lesung das Gesetz über 
die liechtensteinische Alters- 
und Hinterlassenen- 
versicherung. (23.11.). 
Gesetz zur Förderung des 
Fremdenverkehrs (12.6.). 
Umschaltung des Telefonnetzes auf 
vollautomatischen Betrieb (20.9.). 
Im Juni 1919 z. B. verlangte die Volkspartei von der Regierung als Ersatz für 
den zurückgetretenen Dr. Albert Schädler einen ihrer Kandidaten dem Fürsten 
zur Ernennung als fürstlichen Abgeordneten vorzuschlagen. Begründet wurde 
dieser Antrag mit der Feststellung, es sei eine «Forderung der Gerechtigkeit», 
dass eine so stark vertretene Volkspartei auch durch einen fürstlichen Ab- 
geordneten vertreten werde. Die Volkspartei war zu diesem Zeitpunkt durch 
fünf Abgeordnete im Landtag vertreten. Der Gesandtschaftsvertreter in Wien, 
Prinz Eduard von Liechtenstein, versuchte zwar, die Ernennung eines Volks- 
parteiabgeordneten zu verhindern, da die Volkspartei noch nicht genügend 
Beweise ihrer Zuverlässigkeit erbracht habe. Trotzdem schlug Landesverweser 
Prinz Karl dem Fürsten den Reallehrer Gustav Schädler zur Ernennung vor, weil 
er dadurch am ehesten die Gewähr zu haben glaubte, eine gemässigte Haltung 
und ein Gegengewicht zum Einfluss Dr. Wilhelm Becks auf die Volkspartei zu 
bewirken. 
Das teils respektlose Verhalten der Volkspartei hielt aber an. Eine Deputation, 
bestehend aus Johann Beck, Arnold Gassner, Josef Vout und Anton Walser- 
Kirchthaler wiederholte in einer Audienz beim Fürsten am 20. Juni 1919 die For- 
derung der Ausschaltung aller «Zwischenglieder», die sich zwischen Fürst und 
Volk geschoben hatten, und verlangte eine «Verfassungsrevision im demokrati- 
  
  
  
Ein führender Politiker des ersten Nachkriegsjahrzehnts war Dr. Alois Ritter 
(1897-1966), Abgeordneter, Vizepräsident und Präsident des Landtages. In der 
jungen Vaterländischen Union war er als Vizepräsident einer der Gewährsmänner 
der sozialpolitisch und volksdemokratisch ausgerichteten Volkspartei-Tradition. 
Das am 26. Mai 1931 in Wildhaus aufgenommene Bild zeigt (v. I.) den jungen Dr. 
Alois Ritter zusammen mit einem Geschäftspartner und Dr. Wilhelm Beck, mit 
dem er ein Advokaturbüro und eine Rechtsanwaltskanzlei führte. 
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