Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/93/
— 94 — guter Konstanzer Münze. Gleichzeitig liehen sie beide, Katharina und Anna demselben Heinrich Güderscher dasselbe Haus mit Hof- statt um 1 Pfund Pfennig Jahreszins, zahlbar jeweils zu Lichtmess und an Johannes des Täufers Tag zur Sonnwende je 10 Schilling. Wird der Zins an diesen beiden Tagen nicht entrichtet, dann sollen Haus und Hofstatt an die beiden Chorfrauen von Triesen fallen. Güderscher hat vom Zins die allgemeine Steuer der Lindauer Bürger zu tragen. Original im Hauptstaatsarchiv München, Lindau Reichsstadt Urkunde n. 78. — Pergament 18,6 cm lang X 28,4, Plica 1,4 cm. — Vom Pergamentstrei- fen des Siegels der Äbtissin Sygin hängt ein Rest in der Plica. Siegel fehlt. Rückseite: «von hainrich güderschers gesäz 
wegen» (15. Jahrh., fortgesetzt im 16. Jahrh.): «ist huss vnd hoff zü lindow Jn der statt zaig an 1 lib. dn. halb vff liechtmess vnd halb vff Johans baptists ist zinssfellig -lindow lechen»^; «1341» (17. Jahrh.); «Stift. 
A.» (18. Jahrh.); «84» (Blei, gestrichen, modern); «Januar 20» (Blei, modern), «79» (blau). 1 Sygina von Schellenberg Äbtissin zu Lindau etwa 1340 —1356. S. Bü- chel, Geschichte der Herren von Schellenberg Jahrbuch d. Hist. Ve- reins f. d. F. Liechtenstein 1907 S. 57. 2 Katharina von Triesen, Äbtissin zu Lindau 1356 — 1368. 3 Ritterfamilie zu Triesen, aus dem Stamm der Marschälle von Mont- fort und der Ritter von Brunnenfeld. 87. Feldkirch, 1342 März 4. Ammann, Rat und Bürgerschaft der Stadt Feldkirch erklären, dass sie in ihrem Streit mit ihrem Herrn Graf Ulrich von Montfort1 wegen der Steuer und wegen eines Salzhauses, das er in der Stadt auf den Strassen bauen wollte, den Spruch der drei Ritter Eberhard von Bürg- ten? Rudolf von Ende3 und Friedrich vom Riet* befolgen werden. Zu grösserer Sicherheit bitten sie Graf Albrecht den Älteren von Werden- berg5 «und Grauen Hartman von werdenberg genant von San 
Gans»6 mitzusiegeln, «wan öuch si bi disen Sachen gewesen sint».
        

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