Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/694/
— 688 — vengen die andern vnd fürden sy gen landsperg4 vnd verpeigten iren ross vnd hanosch Vnd suchten hain / riehen von schellenberg2 iren veind, der wass nit da, also müsten sy / sein gefangen hanssen von villenpach5 wan der selb villenbach5 / vnd sein brüder warend veind her hain-richs von eyssenburg6 riters / der was dar bey, der ward beschetzt vmb thaussent guldin von dem / villenpacher,5 den andern gab man tag nach ainander biss es vericht / ward, Also müsten die bayr geben 6 thaussent guldin an ain ewigen mess zü pesserung dem peygof..» Übersetzung Im Jahre unseres Herrn 1408, da nahm der Ritter Herr Burkard von Schellenberg die Rechlingerin, Witwe, Peter Egens Tochter hier zu einem Weib, der erhob sich an St.Eisbethentag und wollte her reiten und Hochzeit und auf dieselbe Nacht Beilager halten. Und er ritt mit 70 Pferden und als sie kamen gen Ustersbach, da gerieten die von Landsberg und die von Bayern an sie und schlugen den Bräutigam zutode und seinen Bruder und fingen die anderen und führten sie gen Landsberg und verwahrten ihre Rosse und Harnische und suchten Heinrich von Schellenberg, ihren Feind, der war nicht da. So mussten sie gefangen sein dem Hans von Villenbach, denn derselbe Villenbach und sein Bruder waren Feinde Herr Heinrichs von Eisenburg, Ritters, der war dabei, der wurde mit Zwangssteuer von tausend Gulden von dem Villenbach belegt, den andern bewilligte man nacheinander Tagungen, bis es zum Ausgleich kam. So mussten die Bayern geben sechstausend Gulden an eine ewige Messe zur Wiedergutmachung dem Bräutigam. Eintrag in der Stadtbibliothek Augsburg im Cod. Aug. 2" 78 fol. 13. - Papierblatt 29,7 cm lang x 21,2, Ii. Rand etwa 3 cm frei. - Am Rand zeigende Hand. - Handschrift restauriert in dunklem Ledereinband mit Riemen und vier Zierlederbändern, am Rücken mit Marke «Aug. 78» innen «1482», «Z 15 Lb 2° 39» und (gestrichen): «Lucas Hyller v. Augsburg» und «N CCCC1V» mit Exlibris von Hans Pirle Puochfierer sowie der Notiz: «Eine genaue Abschrift dieses Cod. enthält der Cod. bav. N. 2035 fol. 1. XVT der k, Hofbibliothek in München» (Blei, modern), ausserdem auf S. 1: «Aug.Num.CC- CIV» (19. Jahrh.) bezeichnet, enthält eine Chronik der Stadl Augsburg auf 101 paginierten Seiten, von 991 bis 1482. Inhaltlich gleicher E in trag im Stadtarchiv Augsburg, Reichsstadt Chroniken n. 11 a, Chronik von Zenk bis 1565fol. 33a. Druck: Die Chroniken der schwäbischen Städte, Bd. 3 Augsburg (Leipzig 1892) S 466.
        

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