Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/634/
— 628 — Minderung sollen zufallen. Mit Zeugnis dieser Urkunde gesiegelt mit dem Siegel unserer königlichen Majestät. Gegeben zu Prag, nach Christi Geburt dreizehnhundert Jahre und danach im neunundsiebenzigsten Jahre an St.Gallentag unserer Reiche des böhmischen im siebzehnten und des römischen im vierten Jahre. Original im Fürst Thum und Taxis Zentralarchiv Regensburg. - Pergament 22,9 cm lang x.47,9, keine Plica. - Einfache sieben Zeilen hohe Initiale, am Rand rechts: «Zell negst 
bey». Verlängerte Schrift in der ersten Zeile. - Rechts unten Loch, rechts oben Tintenfleck. - Ganz unten unterhalb des Datums Federübungen. - Keine Zeichen einer Besiegelung. - Rückseite: «R. wilhelmus 
kortelangen» (gleichzeitig): «Ain lehenbrief von dem hailigen Römischen Rych, das nu niemant vftriben noch beklagen sol vor dem Lantgericht 
etc.» (15. Jahrh.); «Item achter zu enthalten Graf Hainrichen von Werdenberg von könig Wentzelao Anno 
1379» (16. Jahrh.); «Freyhait Von Khünig Wentzesslao Graff heinrichen von Werdenberg Jnne vnd seine Vnderthanen nit mit frembden gericht zü süchen noch für zünemen / Auch Ächter vnd aberächter zu enthalten Anno 1379 No 
121 (gestrichen) 43» (spätes 16. Jahrh.). Zur Ausfertigung: H. Wartmann (Rätische Urkunden S. 161) beurteilt sie als eine «durch die Schuld des Schreibers verunglückte und dann preisgegebene Ausferti- gung». Da sie aber als solche nicht aus der königlichen Kanzlei gekommen wäre, dürfte es sich um eine unbeglaubigte Kopie in der Vaduzer Kanzlei nach einem echten, dort vorhandenen Original (echter Kanzleivermerk auf der Rückseite) handeln. Druck: Wartmann, Rätische Urkunden n. 82 (Quellen zur Schweizer Geschichte Bd. 10 S. 159). Regest: Krüger, Grafen von Werdenberg n. 448. Erwähnt: P. Diebolder, Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1935 S. 17. Zur Sache: Das bedeutende Privileg mit der fast vollkommenen Gerichtshoheit, gültig für alle Einwohner (darunter z.B. die Feldkircher Ausbürger) in der gesamten Grafschaft, die in Zukunft noch wachsen (damals aktuelle Erbschaft vom Onkel Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch) und zur Einheit werden soll, zeigt Heinrich als zielbewussten Landesherrn. 1 König Wenzel 1378 -1400. 2 Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz f 1397. 3 Rottweil BW. 4 Herzog Leopold III. f 1386.
        

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