Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/539/
bürg. Auf Seite des Bundes ob dem See siegeln Appenzell, St. Gallen, Altstätten, Feldkirch, die im Walgau (= Jagdberg) Montafon, der Hin- terbregenzerwald, die Walser von Damüls, Sonntag, Laterns und am Dünserberg. Zwei Originale im Generallandesarchiv Karlsruhe D Selekt der Kaiser- und Königsurkunden n. 524 a und 524 b. — Original 524a: Pergament 48,5 cm lang X 70,1, Plica 8,4 cm. — Einfache Initiale über zehn Zeilen. — Es hängen 31 Siegel; von den Aufgezählten fehlen Bludenz, Rankweil, Rheineck, der Vorderwald, Dornbirn, die Stanzertaler, Lech- taler, Paznauner, Walser und Silberer im Montafon, und die Walser auf Galtür. Rückseite: Zettel aufgeklebt: «Grossherzoglich ßadisches General-Landesarchiv Select der Kaiser- und 
Königs-Urkunden» ausgefüllt mit Tinte: «Ruprecht 1408 April 4 
Konstanz» (19. Jahrh.); «D n. 524 a -31 
Siegel» (Blei, modern). Original 524 b : Pergament 51,4 cm lang X 73,3, Plica 8,4 cm. — Es hängen 29 Siegel, davon nur zwei auf der Plica bezeichnet: «Oesterreich» und «B. von Costanz». 
— Rückseite: «gehört den von 
Costentz» (gleichzeitig); Zettel be- druckt: «Grossherzoglich Badisches General-Landesarchiv, Select der Kaiser- und 
Königsurkunden» ausgefüllt mit Tinte: «Ruprecht 1408 April 4 Konstanz» (19. Jahrh.); «524 
b» (Blei, modern). Original im Stadtarchiv St. Gallen. — Original im Landesarchiv Appenzell. — Original im Museum Ferdinandeum Innsbruck. — Original im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien. V i d i m u s von 1413 im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien. — V i d i- m u s von 1420 im Stiftsarchiv St. Gallen. Druck: Urkundenbuch der Abtei St. Gallen Bd. IV n. 2411. Literatur: s. Bilgeri, Der Bund ob dem See. Stuttgart 1968. Zur Besiegelung: Den Vorgang der Besiegelung klärt das St. Gal- ler Seckelamtsbuch. Danach kam es in Konstanz noch nicht zur Besiegelung, Ueli Gässler und Gossow wurden von St. Gallen auf drei Tage nach Lindau geschickt, «es was gen Lindow, als der Richtungbrieff versigelt 
wart». (Seckel- amtsbuch 1407/08 S. 246 bei Traugott Schiess, Die ältesten Seckelamtsbücher der Stadt St. Gallen aus den Jahren 1405-1408 (St. Gallen 1919 S. 210). Ein weiterer Eintrag (Seckelamtsbuch 1407/08 S. 
228, bei Schiess S. 210) spricht von einer Botschaft von St. Gallen nach Schwyz, die um Rat zu fragen hatte, ob man den Spruch des Königs annehmen solle: Bingisser und Vescher waren vier Tage unterwegs, «gen Switz . . umb Rat, ob man die Richtung sölt ufnemen oder nütt.» Dass soviele von der Partei des Bundes ob dem See unter den Sieglern fehlten, rührt nicht vom Mangel eines eigenen Siegels, sondern diese ehemali- gen Mitglieder sind weniger wegen der weiten Entfernung als der verlorenen Sache überdrüssig, nicht mehr erschienen.
        

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