Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/516/
— 511 — 393. Nürnberg, 1402 November 9. König Ruprecht1 verkündet, dass er dem «Mercke Von / Schellenberg2 Ritter gnant Von kyseleck» für seine treuen, dem Reiche geleisteten Dienste die Kelnhöfe vor der Reichs- stadt Lindau3 mit Nutzen und Zubehör für zweihundert rheinische Gulden verpfändet hat, doch unter der Bedingung, wenn der König oder einer seiner Nachfolger die Kelnhöfe wieder einlösen will, sie gegen zweihundert Gulden wieder zurückzustellen. Der König weist seine jetzigen und künftigen Landvögte und Unterlandvögte in Schwa- ben an, Merck von Schellenberg und seine Nachkommen im Besitz nicht zu behindern. Gleichzeitige Abschrift im Generallandesarchiv Karlsruhe Abteilung 67 n. 801 Kopialbuch König Ruprechts fol. 140. — Papierblatt 40,9 cm lang X 29,2, innen 4,5 cm frei, aussen 5,4 cm, nur teilweise eingehalten. Innen, aussen und unten mit Linien abgegrenzt. — Überschrift: «Als Mercken Von Schellen- berg Ritter Von kyseleck die kelnhoffe Vor der Stat lyndaw gelegen Inne ge- geben, sint für ii C Rinscher gülden die Jm myn herre dar vff geslagen hat» (gleichzeitig). — Initiale über fünf Zeilen, rechts unten: «per dominum R. Epis- copum Spirensem Cancellarius Jo. 
winheim»; links oben: «159» (gedruckt). — Über die Handschrift s. n. 390; vorne im Register «alss merck von Scellendoff Riter von Kiseleck die Kellenhof vor Lindau gelegen sind hingegeben um 200 fl» (17. Jahrh.). Original im Tiroler Landesarchiv 1, n. 6333. — Regest: Büchel, Regesten z. Geschichte d. Herren v. Schellenberg, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechenstein 1901 n. 263; Liechtensteinisches Urkundenbuch 113 n. 193. Erwähnt: Büchel, Geschichte der Herren von Schellenberg, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1908 S. 41. 1 König Ruprecht 1400-1410. 2 Marquard II. oder III. von Schellenberg-Kisslegg. 3 Kellhöfe vor Lindau im Bodensee (auf dem Festland): Oberraitnau, Schönau, Rickenbach und Äschach.
        

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