Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/490/
— 485 — Original im Generallandesarchiv Karlsruhe Abteilung 4 Salem Kon- volut 375Ausland Kammergut. — Pergament 16,7 cm lang X 16,2 — 17,1, keine Plica. Siegel links an Pergamentstreifen, der von der Urkunde geschnitten und in einem wagrechten Schnitt in der Urkunde durchgezogen ist, rund, 4,2 cm, hellgelbgrau, nach rückwärts krumm gedrückt, im mit Rauten und Rosetten verzierten Siegelfeld, Spitzovalschild mit Montforterfahne. Umschrift: + : S' HARTMANI : COMITIS :DE :WDEN'CH 
- Rückseite: «Lit.super curia in Eschen» (14. Jahrh.); «Littera Emptionis 
Eschen» (15. Jahrh.); «Littera hartmanni Comitis de werdenberg nunc de sangans super predio in 
Eschen» (15. Jahrh.); «Eschen E 1 
scat.» (17. Jahrh.); aufgeklebter, bedruckter Zettel: «4/375 Ausland Eschen 1327, Juni 
9» und «Eigenthum der Grossherzoglich Markgräflich Badi- schen 
Bodenseefideicommisse» (19. Jahrh.). Druck: Perret, Urkundenbuch d. südl. Teile d. Kantons St. Gallen Bd. 2 (1975) n. 1275. 1 Hartmann III. von Werdenberg-Sargans, erster Graf von Vaduz. 2 Magister Ulrich von Sargans: durch ihn muss die Urkunde, die Salem nicht erwähnt, an dieses Kloster gekommen sein. 3 Eschen in Liechtenstein. 4 von March, Familienname, abgeleitet vom Ortsnamen, ohne Zweifel identisch mit Marx, Gde. Eschen: Hanns von Marx 1363 nach Liech- tensteinischem Urkudenbuch 113 s. 291 n. 157. Ein gleichnamiger Her- mann von Marx im Eschner Jahrzeitbuch (hrsg. von Perret im Liechten- steinischen Urkundenbuch S. 359) von 1448. — Die s-lose Form könnte romanisch sein, wie noch spät bei Ulrich Campell (Raetia Alpestris S. 361): «Süll» (= Sulz), «Cazzela» (= Götzis), oder (S. 354): «Puir» (= Bürs), «Nezuder» ( = Nüziders), «Lodasc» (= Ludesch), «Scling» (= Schlins), «Frastin» (= Frastanz), «Sadaing» (= Satteins) und «Segau» (= Göfis). Allerdings könnte diese Form auch vom Schreiber herrühren, der nach Anm. 13 die Liechtensteiner Mundart «Schriftdeutsch» ver- bessert. 5 Kamerer deutet auf ein gräfliches Hofamt; Perret (Die Geschlechter der Landschaft Sargans und Werdenberg S. 120) nennt für 1442 einen Kammerer in Sennwald. 6 Gewohnheit des Landes, Hinweis auf ein überliefertes Landesbewusst- sein. 7 Weizen, das herkömmliche Brotkorn der klimatisch besseren Regionen Rätiens. 8 Feldkircher Mass als Zeichen wirtschaftlicher Vorherrschaft. 9 gereinigt durch Schwingen in der korbartigen Wanne. 10 Santgans, frühe Anlehnung an «Sankt». 11 Ems = Hohenems, Vorarlberg. 12 Gosholz, Burg bei Lindenberg, LK Lindau B.
        

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