Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/480/
— 476 — stellten. Die Städte sind hier keine echten Partner, da die dreizehnköpfige Be- hörde aus sieben habsburgischen Rittern und nur aus sechs Städtegesandten bestehen soll, die Landherren — sicher viele antihabsburgische und natürlich auch die Eidgenossen —überhaupt nicht vertreten sind. Die Namen der vier Städte sollten die übrigen Reichsstädte hereinlocken, wobei der organisierte Schutz des städtischen Handels, an sich gewiss schätzenswert, als politisches Instrument der Gleichschaltung dienen sollte. 1324 verlangte Herzog Leopold vom franzö- sischen König für die Unterstützung bei der deutschen Königswahl die Auslie- ferung der Städte Konstanz, St. Gallen Zürich und anderer als Pfand. Diese Ziele und entsprechendes Auftreten Leopolds erschütterten aber den grossartigen Plan sehr rasch und gaben den Landherren, auch den Grafen von Werdenberg- Sargans die Freiheit politischer Entscheidung wieder. Vaduz, in obiger Urkunde als habsburgischer Stützpunkt betrachtet, ging sogar auf die Gegenseite über. 1 Herzog Leopold von Österreich f 1326. 2 König Friedrich f 1330. 3 Saroja, Pass und Dreischwesternberg, nicht wie Kläui (Urkundenbuch d. Stadt u. Landschaft Zürich Bd. 12 S. 231 Anm. 4) «Saloyen-Alpe in der Gde. 
Vandans», die zudem «Zaluandi», älter «Salonia» heisst. Nicht wie Perret (Urkundenbuch d. südl. Teile d. Kantons St. Gallen Bd. 2 S. 317 Anm. 9): «Saladinspitz über Dalaas im Walgau, verballhornt aus Saluin oder ähnlich». 
«Sologen» auch im Urbar Graf Rudolfs von Mont- fort-Feldkirch von 1363 (Liechtensteinisches Urkundenbuch 1/3 S. 291) unmittelbar nach Frastanz. 4 Vaduz. Unbekannt bisher die Namensform Feiduz zweimal im Original 11. Joseph Ospelt, Sammlung liechtensteinischer Orts- und Flurnamen, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1911 S. 35 bringt nur Belege ohne 1 und ebenso Paul Aebischer, Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens Vaduz, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1946 S. 9. Es zeigt sich aber, dass das l erheblich älter ist als in der Literatur des 16. Jahrhunderts wie bei Gilg Tschudi (De prisca ac vera Alpina Rhaetia, S. 36) oder bei Ulrich Campell (Raelia alpestris topo- graphica descriptio, S. 352) die den Namen damit als «Vallis dulcis» deuten. 5 Burg Gutenberg, habsburgischer Vorposten, kurz vorher erworben, s. Büchel, Geschichte der Feste und Herrschaft Gutenberg, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1914 S. 26 ff. 6 Laufenburg am Rhein. 7 Rheinfelden, Kt. Aargau. 8 Altenstein, Burg Gde. Häg, w. von St. Blasien BW. 9 Waldshut BW. 10 Wald = Schwarzwald.
        

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