Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/4/
— 5 — Erwähnt: Wyss, Anzeiger f. Schweizer Gesch. 1867 S. 23; Zösmair, Politische Geschichte Vorarlbergs Jahresbericht Feldkirch 1877 S. 12 (zu 1234). Zur Datierung: Das Datum «Anno dominice Incarnationis M° cc° Quadragesimo tercio, Mense Februario Secunde 
Indictionis» ist einwandfrei, nicht zuletzt in Hinblick auf die so frühe Vidimierung. Entgegen Böhmer-Ficker- Winkelmann n. 11427 und Weiler, Hohenlohisches Urkundenbuch n. 211 ist die Indiktion unbedenklich, da auch die Bamberger Urkunde vom 14. Novem- ber 1243 (Hauptstaatsarchiv München, Hochstift Bamberg n. 618 die zweite In- diktion, die Urkunde vom 21. Oktober 1244 (ebendort n. 624) und vom Oktober 1244 (ebendort n. 625) oder eine weitere Urkunde vom selben Datum Oktober 1244 (ebendort n. 626) alle die dritte Indiktion haben; dabei ist wichtig, dass damals in Bamberg die Indiktion für das ganze Jahr gleich blieb (s. auch bei Ried I S. 351 die Urkunde vom 8. September 1244 mit dritter Indiktion). — Der Ort ergibt sich annähernd aus den Aufenthalten Heinrichs von Bamberg, der nach Böhmer-Ficker- Winkelmann (Reg. Imp. V/1 n. 33343) im Januar 1243 in Precina Zeuge für Kaiser Friedrich IL, nach n. 3346 vom Februar 1243 aber- mals für Friedrich IL, höchstwahrscheinlich in Foggia, nach n. 3359 im April 1243 ebenfalls bei Friedrich IL in Capua war. S. auch Looshorn, Die Geschichte des Bisthums Bamberg (1888) Bd. II S. 675-677). Aus den Aufenthalten Gott- frieds von Hohenlohe, Otto Berchtolds von Waldburg, Walthers, Schenks von Limburg ist mangels Urkunden kein weiterer Anhaltspunkt zu gewinnen. Auch Rudolf von Werdenberg oder Walther von Vaz sind lange Zeit vor dem Feb- ruar 1243 unbekannten Aufenthaltes; nachher erscheinen beide zusammen am 31. August 1243 in Chur. — Über Rudolfs letzte Nennung im Oktober 1244 s. n. 2 die die Zeugen aus obiger Urkunde genau übernimmt. Bedeutung: Die Urkunde ist eine der letzten Rudolfs von Montfort, des ersten Werdenbergers; sie zeigt ihn in eigenartiger Gesellschaft der staufi- schen Hofleute bei Kaiser Friedrich II. in Süditalien, vor allem bei Heinrich von Bamberg, zwei Jahre später einem Hauptfeind der Staufer. Über Rudolfs Verbindung mit den antistaufischen Kyburgern s. Bilgeri, Geschichte Vorarl- bergs Bd. 1 S. 162. 1 Heinrich von Bamberg, als Kanoniker von Bamberg in Abwesenheit 1242 zum Bischof gewählt, Protonotar des kaiserlichen Hofes, fällt im Sommer 1245 von Friedrich II. ab und wird im Oktober 1245 von Papst Innozenz IV. als Bischof bestätigt. 2 Nittenau, Oberpfalz, Bayern. 3 Rudolf I. von Montfort-Werdenberg, Stammvater der Werdenberger f vor 1247. 4 Gottfried von Hohenlohe, «dilectus fidelis 
noster» Kaiser Friedrichs II. (Weller, Hohenlohisches Urkundenbuch n. 221), Graf von Romaniola, «consiliarius» Konrads IV. (Weller n. 223). 5 Walther von Vaz, Schwager Rudolfs I. von Montfort-W erdenberg (nach
        

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