Herausgeber:
Liechtensteinisches Urkundenbuch I. Teil
Bandzählung:
5
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072629/17/
— 18 — Sensen übereinander, Spitzen links, gleich lang wie bei n. 7656 oder Weingarten n. 2 aber anderes Siegelbild, da die Sensen hier am Ansatzpunkt immer einen Querfortsatz besitzen. Umschrift fehlt. — Rückseite: «Vmb dz gut vff blatanis» (14. Jahrh.); «Anno 1260 Vndecime Kai. 
Julii» (17. Jahrh.); «XI 
266» (Bleistift, 18. Jahrh.); «No 16 lit. 
B.» (18. Jahrh.); «No. 
286» (gestrichen) und «2» über- schrieben, 18.119. Jahrh.); «13 3/2 
Blumenek» (Tinte, 19. Jahrh.); «Oestreich. Extraditum No. 
3924» (Bleistift, 19. Jahrh.); «3924» (rot, modern). Die beiden Originale sind zwar vom gleichen Datum, doch liegen die Abfassungszeiten deutlich auseinander. Sie stammen auch von verschiedenen Schreibern, was sich ausserhalb der Schrift auch in der Orthographie deutlich zeigt: n. 7656 hat veltkilch, Blatianis, 
Werdenberc, n. 3 hat veltchilche, plati- anis, 
werdenberch. Original n. 3 stellt die abschliessende Fassung dar, sie ist, wie nach dem Text beabsichtigt ausser dem Marschall und dem Meister des Feldkircher Spitals auch dem Spitalmeister Heinrich von Bubikon und — im Text nicht angekündigt — dem Konvent in Feldkirch, ausserdem vielleicht auch dem zweiten Werdenberger (es heisst «sigilla 
comitum»j wirklich vor- gelegt worden. Es wurden nicht unwichtige Änderungen im Text vorgenom- men. Bemerkenswert, dass die Klausel vom Verlassen des Landes in der End- fassung gestrichen wurde. Auffällig auch hier wie bei n. 6 das Fehlen eines Montfortersiegels im Gegensatz zu n. 7. des Liechtensteinischen Urkunden- buches 113 vom März 1260, was auf politische Spannungen schliessen lässt; obenerwähnte Klausel könnte sich auf eine befürchtete Auseinandersetzung beziehen. Regest: im Landesarchiv Bregenz im Briefregister des Johanniterar- chives Feldkirch n. 12 aus dem 17. Jahrhundert: «in bonis possessionum sua- rum in Platianis vulgo der platianer hoff genandt». Druck: Zösmair, Jahresbericht d. Vorarlb. Museumsvereins 1895 S. 50 n. 2. Regest: Helbok, Reg. n. 494; Perret, Urkundenbuch d. s. T. d. Kt. St. G. n. 498. 1 Die Marschälle von Montfort sind Wappengenossen der Ritter von Triesen und Brunnenfeld s. n. 9 Bd. 3. , 2 Johanniterhaus zu Feldkirch, Vorarlberg, gegründet 1218. 3 Nach Zösmair (Jahresbericht d. Vorarlb. Museumsvereins 1895 S. 50), den Helbok (n. 494 Anm. 3) und Perret n. 498 Anm. 1 zitieren, der Platians- oder Blaichenshof von 1695 in Meiningen, die spätere Bleiche. Zösmair nennt einen Rudi Blattianer und Blattianers Gut in Schlins von 1393. Die richtige Lokalisierung ergibt sich aus dem Briefver- zeichnis des Johanniterhaus es Feldkirch (Hds. n. 12 im Vorarlberger Landesarchiv Bregenz S. 32: «An. 1367 verleiht Bruder Johan von Hegi Comenthur zue Veldkirch dem Jäkhli ab platten den hoff zue platten plationhoff genandt im Götzischer kilchspeli zue einem Erblehen vmb 1 Pfund 8 Schilling järlichen Zinss vnd 12 gute hüner auff St. Andreass-
        

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