Der Höhepunkt des Winzerjahrs: Weinlese im Herawingert (Gemeinde) 
befolgt. Wenig später wurde verordnet, wenigstens 
die Füsse vor dem Zerstampfen zu waschen. Auch 
mussten die Treter bekleidet und umgürtet sein, da- 
mit kein Schweiss in den Most floss. Später wurden 
für diese Arbeit Holzstössel verwendet. Diese hatten 
wiederum den Nachteil, dass das Traubengut nicht so 
schonend verarbeitet wurde. Mitte des 19. Jahrhun- 
derts kamen die Traubenmühlen auf, die diese Arbeit 
wesentlich erleichterten und den zeitlichen Aufwand 
verkürzten. Die Kämme (Traubenstiele) waren früher 
noch Bestandteil der Maische, da sie beim Pressen 
den Saft besser abfliessen liessen. Heute werden die 
Kämme von der Maische getrennt. 
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Pressen 
Die alten Torkel sind wohl das eindrücklichste Relikt 
früherer Weinbereitung. Es muss sehr spannend ge- 
wesen sein, wenn sich der schwere Torkelbaum lang- 
sam senkte und die Maische auspresste. Ringsherum 
brodelte die Maische in den grossen Standen. Ein 
“weinlicher” Geruch erfüllte den Raum. Mit Kerzen 
testete man, ob der Keller ohne Lebensgefahr (Bil- 
dung von Kohlenmonoxyd) betreten werden durfte. 
Mit romantischen Augen sieht man die Szenerie vor 
sich. Doch man darf nicht vergessen, wieviel harte 
Arbeit dahintersteckte. Trotz der moderneren Spin- 
  
 
        

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