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AC RE ER 
1953 21. März 1955 
Jahresversammlung der Winzergenossen- 
schaft Vaduz 
Am vergangenen Josefitag hielt die Vaduzer Winzer- 
genossenschaft im Hotel “Schlössle” ihre gut be- 
suchte Jahresversammlung ab. Der Versammlung la- 
gen folgende Traktanden zur Behandlung vor: 
Restauszahlung, Geschäftsbericht, Rechnungsbericht 
und Wahlen. Nach den getätigten Restauszahlungen 
genehmigte die Versammlung den Geschäftsbericht 
des Geschäftsführers. Anschliessend wurde der Kassa- 
bericht zur Kenntnis genommen und dem Kassier 
Entlastung erteilt. 
Aus diesem Bericht ging hervor, dass die Genossen- 
schaft aus dem Weinverkauf Einnahmen im Betrage 
von uber Fr. 52°000.— zu verzeichnen hat. Die Gesamt- 
einnahmen beziffern sich auf Fr. 54’816.98, während 
die Gesamtausgaben (u.a. Auszahlung an die Genos- 
senschaftsmitglieder) Fr. 52'445.80 erreichen. Auf 
neue Rechnung wurden 2'371.18 vorgetragen. Der 
Weinverkauf betrug im Berichtsjahr 20’700 Liter. 
Bei den Neuwahlen wurden der Obmann Hr. 
fürstl. Rat Bernhard Risch, der Geschäftsführer, Herr 
Rudolf Verling, Waldaufseher, der Kassier, Herr Alois 
Sele, Bankbeamter, und die Ausschussmitglieder Hr. 
fürstl. Studienrat Prof. Dr. Nipp, Herr Franz Latern- 
ser, Küfermeister, Herr Rudolf Strub, Postmeister, 
und Herr Max Walser, Webermeister, bestátigt.*05 
16. Mai 1953 
An die Winzerschaft 
Samstag, den 16. Mai d. J., fand in Weinfelden unter 
Leitung des Herrn Kulturingenieurs Peyer von 
Wädenswil eine Zusammenkunft der ostschweizeri- 
schen Weinbaukommissäre statt. Es wurden an Ort 
und Stelle in den Weinbergen Demonstrationen über 
Behandlung frostgeschädigter Reben durchgeführt. 
Um allzustarker Schwichung der Reben durch Ver- 
dunstung an den erfrorenen Schossen vorzubeugen, 
wird geraten, diese bis auf die gesunde Stelle zurück- 
zuschneiden. Total erfrorene Schosse werden bis auf 
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den “Astring”, also bis auf ein Auge hart am Holze, 
zurückgeschnitten. Von den austreibenden neuen 
Schossen sollen nur etwa 4—5 stehen gelassen wer- 
den! Nur die grósseren etwas kürzen! 
Düngung: Móglichst bald zur Kräftigung schnell- 
wirkender Stickstoffdünger (Ammonsalpeter oder 
Kalksalpeter) verabreichen und zwar etwa 12-15 Kilo 
pro Klafter. Der Weinbaukommissar. 40° 
2. Juli 1953 
An die Winzerschaft 
Es ist geraten, die erste Nachblütenspritzung womóg- 
lich noch diese Woche vorzunehmen, da Mehltauge- 
fahr besteht. Dosierung: 1.596 Kutaka plus 1% Schwe- 
felkalkbrühe oder 0.296 Ultraschwefel. Bei den stark 
frostgeschádigten Reben eher nur 196, ohne Schwe- 
fel. - Gründlich spritzen! 
Laubarbeit: Beim Verbrechen der frostgeschádig- 
ten Reben das oberste oder auch die zwei obersten 
angeschnittenen Augen ganz abnehmen, falls sie 
keine Trauben haben. Bei den andern Augen auf den 
untersten starken Geiztrieb zurückgehen. Auf gut sit- 
zende Schosse aus dem alten Holz aufbinden. Im gan- 
zen etwa 4 Schosse als Leitschosse nehmen. Das an- 
dere verzwicken und auslauben, doch zu grosse 
Kahlstellen vermeiden. Das gleiche gilt fiir den Draht- 
bau; nur ist hier besonders darauf zu achten, dass 
man móglichst starkes Holz erhalte für die Neufor- 
mierung der Streckbogen. Der Weinbaukommissar. 407 
29. August 1953 
Vaduz. Obst-, Garten- und Weinbau 
Obst- und Gartenbauverein und die Winzergenossen- 
schaft Vaduz veranstalten auf den 8. September 1953 
(Maria Geburt) eine gemeinsame Exkursionsfahrt 
mit Omnibus über Toggenburg-Zürich-Kloten (Flug- 
platz)-Dielsdorf (Maag-Anlagen)-Stein a. Rhein-Are- 
nenberg (Ost-, Wein- und Gartenanlagen) mit Rück- 
fahrt dem Bodensee entlang über Rorschach. — 
Kirchenbesuch in Zürich. Bei ausgesprochenem 
Schlechtwetter fállt die Veranstaltung aus. 
  
  
 
        

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