= o y 
® 0 
© = TE fee (3) 
S I 
B B C 
© | ; Z 0 
GN es = LH 
cz (0 e»y(eyxoye»] ere > i 
E © — © 
(GG) 
B SL € 
(3) 0m 1m 2m 3m 4m 
Weinpresse im Roten Haus. Massgerechte Skizze. Benen- 
nung der einzelnen Bestandteile: (1) Spindel, (2) Mutter- 
stück, (3) Torkelstuhl, (4) Vorderdocke, (5) Hinterdocke, 
(6) Zange, (7) Querholz, (8) Torkelbett, (9) Mostablauf, 
(10) Längsbalken, (11) Querbalken, (12) Tuffsteingewicht, 
(13) Torkelbaum, (14) Büge, (15) Steckholz, auch “Esel” 
genannt 
der Unterlattung konnte nun der “Tôrgga” zum 
Trocknen ausgehängt werden. Die Resultate der Bau- 
untersuchung am Haus Hindergass Nr. 35 bis 37 zeigen 
eindrücklich die eben beschriebene Entwicklung der 
Hofstätte vom 1494 erbauten Winzerhaus mit Klein- 
stallung und Torkel zum im 19. Jahrhundert umge- 
bauten und erweiterten Bauernhaus.?! 
Das althergebrachte Pressen 
Beim Torkel handelt es sich um eine der ältesten 
erhaltenen Formen eines Pressgeräts. Manch ein 
Besucher wird sich beim Anblick der raumfüllenden 
knorrigen Ungetüme - der Torkel im Roten Haus ist 
annähernd zehn Meter lang und vier Meter hoch — 
unverzüglich in mittelalterliche Zeiten zurückversetzt 
fühlen. Unter diesem Eindruck muss auch der fürst- 
  
liche Hofrat Franz Georg Hauer seinen Bericht ver- 
fasst haben, wenn er anlässlich einer Inspektionsreise 
in Liechtenstein im Jahr 1808 festhält, dass “In dem 
geräumigen Torkel beim Bock . . . 2 Pressen” sind, 
“die collosalisch sind und von anno 1527 bestehen, 
eine eben so ungeschickte Struktur haben, wie man 
in diesem Zeitalter überhaupt in allem massiv zu seyn 
pilegte, = 
Am Beispiel des Torkels im Roten Haus sollen 
Bauweise und Funktion einer Baumpresse vorgestellt 
werden. Die im folgenden Kapitel in Klammern ange- 
gebenen Ziffern beziehen sich auf einzelne Bestand- 
teile, die in der obenstehenden Skizze des Torkels 
vom Roten Haus bezeichnet sind. Der Bauweise eines 
Torkels liegt das Prinzip des Hebelgesetzes zugrunde, 
wobei beide Hebelarme von einem Drehpunkt ausge- 
hen. Zum Bau der in Vaduz noch erhaltenen Pressen 
wurde hauptsächlich Eichenholz verwendet, das sich 
wegen seiner Verfügbarkeit, seiner Schwere und 
  
I3 Vgl. Albertin (1982), S. 
19 Ich móchte von Bezeichnungen wie *Vaduzerhaus", 
Winzerhaus" oder "Alt-Vaduzerhaus" absehen. 
Zum Maisanbau: Ospelt (1972), S. 164. Zu den Missernten: 
Ospelt (1972), S. 171. 
Vgl. Albertin (1992/1), S. 46— 49. 
Vogt (1983), S. 90. 
2, und Albertin (1989/1), S. 90. 
"Vaduzer 
2 
0 
2 " 
-I 
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.