Abbildungen von alten Postschildern in Balzers. 
  
  
[ K.K.POSTAMT 
  
] 
) 
  
   
Erweiterung Post Balzers aus der Sicht der Bau- 
herrschaft 
Am 4. Mai 1995 hat der Landtag den Kredit für die Erweiterung der Post Balzers 
beschlossen. Spatenstich und Baubeginn erfolgte direkt nach Abschluss der 
Referendumsfrist am 9. Juni 1995. Mit der Aufnahme des Postbetriebs in der er- 
weiterten Post stehen wir am vorláufigen Ende der baugeschichtlichen 
Schritte für die Post in Balzers. 
“Geburtsstätte” der Post in Liechtenstein 
Die Post Balzers nimmt postgeschichtlich betrachtet für Liechtenstein eine inter- 
essante Position ein. Die damalige Hofkammer in Wien errichtete nämlich be- 
reits am 1. September 1817 die "Briefsammelstelle Balzers". Mit dem 1. Septem- 
ber 1817 schlug die eigentliche Geburtsstunde der Post in Liechtenstein. Josef 
Ferdinand Wolfinger war der erste "Postmeister" in Balzers. In diesem Zusam- 
menhang ist hervorzuheben, dass bereits Mitte des 18. Jahrhunderts die "Wol- 
finger Postmeister und Postwürth" genannt wurden, obschon erst 1817 der Sohn 
Franz-Josef Wolfingers, Josef Ferdinand Wolfinger die erste Postsammelstelle ein- 
richtete. Kurzlebig, denn bereits am 31. August 1819 wurde die Briefsammelstelle 
per Amtsvermerk wieder geschlossen. Dies, weil der für die Post Balzers wichti- 
ge Splügenverkehr durch die Erschliessung bzw. Einrichtung des Botenverkehrs 
über Arlberg und Schollberg an Bedeutung verlor. Erwähnenswert erscheint auch 
die Feststellung, dass Josef Ferdinand Wolfinger im jugendlichen Alter von erst 
17 Jahren erster staatlicher Posthalter in Liechtenstein war. 
Anstelle der privaten Botendienste trat die staatliche Post, die nun endgültig die 
Briefsammlung in Liechtenstein übernahm. Am 1. Januar 1827 wurde die Brief- 
sammelstelle Balzers eróffnet und am 1. Mai 1839 zum Postamt erhoben. Erst 
spáter entstanden Poststellen in anderen Gemeinden, so beispielsweise die 
zweite Liechtensteinische Briefsammelstelle in Vaduz im Jahre 1842. 
Die Bedeutung der ersten Post bzw. Briefsammelstelle unterstreicht auch die 
Tatsache, dass die Firma Wolfinger im Gasthof Post Stallungen für ca. 50 Pferde 
besass. 
Bauprojekt / Raumprogramm 
Die Regierung hat das Architekturbüro Markus Vogt AG, Balzers, mit der Pla- 
nung der Um- und Erweiterungsbauten und der energetischen Sanierung des 
Postgebäudes beauftragt. Das Projekt sah eine Erdgeschoss-Erweiterung nach 
Norden und Osten vor, wobei im linken (westlichen) Anbauteil die Büros, Gar- 
deroben und Archivráume realisiert sind. Im rechten (östlichen) Anbau sind die 
Garagenplátze und der Karrenraum situiert. Weil keine wichtigen Bedürfnisse 
eine Unterkellerung rechtfertigten, wurde aus wirtschaftlichen Ueberlegungen 
darauf verzichtet. Trotzdem weist die Erweiterung eine Neubaukubatur von ca. 
1'484 m?3/SIA auf, was vergleichsweise beinahe der Kubatur zweier Eigenheime 
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