Herausgeber:
Karitative Vereine
Erscheinungsjahr:
cop. 1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072004/39/
  
e Wenn eine pflegebedürftige Person im eige- 
nen Haushalt betreut wird und die pflegende 
Person abgelöst werden möchte, um wieder 
Kräfte zu sammeln. 
  
Welche Aufgaben übernimmt die Familienhelferin? 
* Hauswirtschaftliche Aufgaben 
Tägl. Hausarbeit, Pflege und Wäsche, 
Zubereitung der Mahlzeiten. 
* Betreuende Aufgaben 
Betreuung und Beschäftigung der Kinder, 
Betreuung, Beschäftigung und Aktivierung 
der Betagten und Behinderten. 
* Pflegerische Aufgaben 
Pflege der Sáuglinge und Kleinkinder, allge- 
meine häusliche Krankenpflege, Ausführung 
von Verordnungen nach Anweisung des Arz- 
tes oder der Gemeindeschwester. 
Liechtensteinische Familienhilfe heute 
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Die Gemeindekrankenpflege 
Ein wichtiger Bereich der Arbeiten der Fa- 
milienhilfen betrifft die Krankenbetreuung in 
den Gemeinden, die durch verschiedene Ver- 
träge etwa mit den Krankenkassen geregelt ist. 
Seit 1985 entstand insofern ein Problem, als 
zunehmend auch private profitorientierte 
Arztpraxen Krankenschwestern anzustellen 
begannen (Spitex). Damit verbunden waren 
für die Familienhilfen verschiedene Fragen im 
Dreieck: Krankenschwester-Arzt-Familienhil- 
fe. 1989 gründete das Krankenflegepersonal 
eine eigene Interessenorganisation, die danach 
trachtete, die Krankenschwestern direkt der 
Gemeinde zu unterstellen. Um den ganzen 
Problemkreis zu bewältigen, wurde eine von 
einer Fachkraft geführte Koordinationsstelle 
für die Gemeindekrankenschwestern einge- 
richtet. 1995 hatten die Familienhilfen und 
Krankenpflegeorganisationen in ihren sechs 
Vereinen 21 Gemeindekrankenschwestern an- 
gestellt. 
Was ist Gemeindekrankenpflege? 
Die Gemeindekrankenpflege will Spital- oder 
Pflegeheimaufenthalte im Interesse der Men- 
schen vermeiden oder verkürzen helfen. 
Welche Aufgaben übernehmen 
die Gemeindekrankenschwestern? 
* Sie arbeiten eng mit den jeweils behandeln- 
den Ärzten zusammen und übernehmen die 
angeordnete Pflege. 
e Sie beraten Angehörige, Nachbarn, Helfer 
etc. (weil ihre Einsatzzeit beschränkt ist, sind 
sie bei der Pflege auf Mithilfe angewiesen). 
e Sie machen tüglich Besuche, wenn jemand 
intensivere Pflege braucht (z. B. Kórperpfle- 
ge, Spritzen, Verbandwechsel, Medikamente 
etc.), oder auch wóchentlich (z. B. Bad), oder 
monatlich. 
* Sie vermitteln Krankenmobilien der Samari- 
tervereine. 
 
        

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