Herausgeber:
Karitative Vereine
Erscheinungsjahr:
cop. 1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072004/36/
30 Jahre Verband Liechtensteinischer Familienhilfen 
  
die dem Verband oder auch einzelnen Familienhil- 
fen in den Gemeinden zugute kommen. Diese Spen- 
den und Sponsorenbeiträge können allgemein der 
Familienhilfe zugutekommen oder als zweckgebun- 
dene Vergabungen gesprochen werden. Solche zweck- 
gebundenen Sponsorenbeiträge an den Verband be- 
trafen etwa. die Schaffung eines. Videofilmes und 
zweier Broschüren, die der Information nach aussen 
und nach innen dienten. Die letzteren wurden von 
der Hilti AG bzw. von der Firma lIvoclar-Viva- 
dent AG gesponsert. Die Firma Hoval AG finan- 
zierte eine einbeitliche Berufskleidung für die Pfle- 
gerinnen und Helferinnen der Familienhilfe. 
Dr. Dr. Herbert Batliner vermittelte die Finan- 
zierung einer einjährigen Ausbildung der 16 liech- 
tensteinischen Vermittlerinnen und die Fachbetreu- 
ung fir die Neustrukturierung des Verbandes. 
Prof. Dr. Martin Hilti gründete anlasslich sei- 
nes 80. Geburtstages einen Fonds speziell für die 
Langzeitbetreuung, für ausserordentliche Anwen- 
dungen und den Entlastungsdienst für Familien 
mit Behinderten- den Hilti Fonds. 
Eine grössere Gabe wurde auch vom Liechtenstei- 
nischen Wirteverband überreicht. Dazu kommen 
weitere Ausschüttungen sowie grüssere und kleinere 
Spenden und Sponsorenbeitrage verschiedenster Fir- 
men und Privatpersonen an die Familienbilfen in 
den Gemeinden und von Spenden anstelle von 
Kranz- und Blumenspenden. Die Spenden betragen 
heute landesweit eine Summe von 350'000 bis 
500’000 Franken jährlich. Ohne diese grossziigi- 
gen Spenden und Sponsoren wäre die Familienhilfe 
nicht das, was sie heute ist. 
Kommen neue Aufgaben und Anliegen 
auf die Familienhilfe zu, welche Zukunfts- 
perspektiven bieten sich? 
In diesem Punkt will ich nur zwei oder drei Berei- 
che ansprechen. Ein Anliegen ist sicher, dass die ver- 
schiedenen Dienstleistungsangebote noch besser koor- 
diniert werden. Die gegenwärtige Vernetzung soll 
weiter perfektioniert und den Bedürfnissen entspre- 
  
chend angepasst werden. Ein weiterer Punkt ist die 
Rekrutierung von Helferinnen und Helfern hinsicht- 
lich der Sterbebegleitung im Rahmen der neugegrün- 
deten Hospiz-Bewegung. Wie sich aus der Praxis ge- 
zeigt hat, kann dadurch eine ganz vertraute und 
menschenwürdige Atmosphäre geschaffen werden, die 
dem Sterbenden hilft und ihm manches erleichtert, 
Ein ganz wichtiges Anliegen ist, ich sage das 
noch einmal, die vertrauensvolle und engagierte 
Zusammenarbeit aller Personen innerhalb der Fa- 
milienbilfe. Das gilt ebenso auf Verbandsebene wie 
in der Zusammenarbeit mit anderen Organisatio- 
nen, die in verwandten Bereichen arbeiten. Es muss 
als Glücksfall angesehen werden, dass die meisten 
in der spitalexternen Betreuung tätigen Organisa- 
tionen im Verband der Familienhilfe Liechtensteins 
zusammengefasst sind, was vieles sehr erleichtert 
und die Effizienz beträchtlich stärkt. Dieses gute 
Verhältnis und die Konzentration der Kräfte sollen 
auch in Zukunft weiterbestehen. Auch dürfen diese 
gemeinnützigen Organisationen keinesfalls in pro- 
fitorientierte Unternehmen umgewandelt werden. 
Der Aspekt der Gemeinnützigkeit ist sehr wichtig, 
ganz abgesehen davon, dass auch solche Organisa- 
tionen heute ihre Arbeit höchst professionell erledi- 
gen. 
Ein anderes und eines der wichtigsten Ziele des 
Verbandes ist natürlich die praktische und theoreti- 
sche Ausbildung und Weiterbildung in jedem Be- 
reich der in den Familienhilfen tätigen Berufsspar- 
ten. Sie muss, als lebensbegleitendes Lernen, stetig 
verbessert werden. Dadurch kann die pflegerische 
und administrative Leistung noch weiter gesteigert 
und eine noch grössere Flexibilität erreicht werden. 
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen und in 
Kenntnis des menschlichen und fachlichen Potenti- 
als, das in unseren Mitarbeiterinnen und Mitar- 
beitern steckt, bin ich sehr zuversichtlich, dass die 
kommenden Aufgaben gelöst und die verschiedenen 
Anliegen zum Besten der liechtensteinischen Bevöl- 
kerung umgesetzt werden können. 
— CE 
  
 
        

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