Herausgeber:
Karitative Vereine
Erscheinungsjahr:
cop. 1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000072004/29/
  
  
bandsarbeit ab. Dr. Hanspeter Jehle hat alle 
Statuten, Reglemente und Richtlinien überar- 
beitet und den Anfordernissen angepasst. 
Ausbildung 
Ein dringendes Problem war die Rekrutie- 
rung qualifizierter Familienhelferinnen. Die 
Sozialberufe seien nicht mehr modern, wurde 
1964 seitens eines Familienhilfe-Vereins be- 
klagt, dafür materialistische und egozentrische 
Haltungen. Der Sozialberuf sei doch „die beste 
Vorbereitung auf die kommende Ehe und die 
schönste Gelegenheit, einen den fraulichen 
natürlichen Eigenschaften am nächsten stehen- 
den Beruf“ zu ergreifen. Immer mehr setzte 
sich jedoch die Erkenntnis durch, dass neben 
den ideellen Werten das gesellschaftliche Pre- 
stige, die Möglichkeit hoher fachlicher Quali- 
fizierung und eine der Leistung angemessene 
Bezahlung Gründe für eine Berufswahl sind. 
Der Verband stellte deshalb im April 1979 
den Antrag an die Regierung, in der Schweiz 
Ausbildungsplätze für Familienhelferinnen aus 
Liechtenstein zu reservieren. Er erwähnte, dass 
solche Ausbildungsstätten in Chur, St.Gallen, 
Melchtal und neu in Ibach vorhanden seien. 
Allerdings sei die Nachfrage grösser als das 
Angebot, was besonders liechtensteinischen 
Bewerberinnen als Ausländerinnen eine schwa- 
Der Verband 
  
Übergabe der Ehrenurkunde an 
die neue Ehrenpräsidentin Für- 
stin Marie durch die 
Präsidentin Antonia Frick 1990. 
che Position gegenüber Schweizerinnen gab. 
Weil die Familienhilfe Unterland am meisten 
geschulte Familienhelferinnen hatte, konnten 
die Oberländer dort 
„schnuppern“. 
wenigstens etwas 
Die Regierung beauftragte das Amt für Be- 
rufsbildung mit entsprechenden Abklärungen. 
Mit der Helferinnenschule Hertenstein ver- 
handelte der Dachverband direkt. Schon 1980 
konnte die Regierung einen Vertrag mit der 
Graubündner Regierung betreffend Ausbil- 
dungsplätze an der Hauspflegerinnenschule 
der Bündner Frauenschule in Chur unterzeich- 
nen, von Hertenstein lagen Zusicherungen vor, 
in Bregenz liefen die Verhandlungen. 1981 
folgte eine Neufassung des Vertrages mit der 
Tóchter-Mittelschule Baldegg (Hauspflegerin- 
nenschule) und eine Übereinkunft mit dem 
, Verein Freunde der Familienhelferinnenschu- 
le Bregenz", wo ein bis zwei Ausbildungsplät- 
ze reserviert werden konnten. Die reguläre 
Ausbildung wird auch während der berufli- 
chen Tätigkeit durch eine ganze Reihe von 
Kursen und Tagungen laufend weitergeführt 
und verbessert. 
Zur Rekrutierung des Personals wurden re- 
gelmässig Informationen durchgeführt und in 
der Presse über das Berufsbild und die Tätig- 
keiten der Pflegerinnen orientiert. 1993 wurde 
27 
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.