Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
22
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000071675/242/
stützte Problemwahrnehmung bildet aber nicht nur eine Grundbedin­ gung für das Stipulieren von Zielen, sondern auch für eine rationale Wahl politischer Mittel. 3. Bodenpolitische Instrumente Um als erstrebenswert erkannte bodenpolitische Ziele zu verfolgen, stünde an sich eine ganze Palette von Instrumenten zur Verfügung. Ubersicht 6 vermittelt einen Eindruck von der Reichhaltigkeit der denk­ baren Massnahmen, von denen einige wenigstens kursorisch vorgestellt seien. Die diversen bodenpolitischen Instrumente differieren abgesehen vom inhaltlich-materiellen schon formal hinsichtlich ihres Verbindlich­ keitsgrades beziehungsweise hinsichtlich ihrer Eingriffsintensität be­ trächtlich voneinander. Dieser Umstand gibt Anlass, mehrere Gruppen zu bilden: - Die Informationsinstrumente versuchen verhaltenssteuernde Effekte ausschliesslich auf instruktivem Wege herbeizuführen. Da sie ledig­ lich über blosse Mitteilungen zur Verfolgung der proklamierten Ziele anregen wollen, ist ihnen im Vergleich mit allen anderen Instrumen­ ten wohl nur die schwächste Eingriffsintensität zuzubilligen. Dies be­ deutet aber auch, dass der Einsatz solcher Mittel nur wenig Gewähr dafür bietet, dass sie auch wirklich greifen und dass tatsächlich etwas zur Erreichung der gesteckten Ziele unternommen wird. Eine ent­ sprechende Informationsarbeit schafft allerdings häufig erst die Grundlage für eine Koordination bzw. sinnvolle Bündelung diverser bodenordnungsbedeutsamer Einzelaktivitäten. Zu bodenpolitischen Informationsmitteln zählen im einzelnen etwa: - der Aufbau eines modernen, umfassenden - zweckmässigerweise EDV-gestützten - Geoinformationssystems, das aktuelle, stets ver- ortbare Daten über den Immobilienhandel genauso enthält, wie Angaben über die Grundeigentumsverhältnisse, die Zonenpla­ nung, den Erschliessungszustand der Grundstücke, die Flächen­ nutzung etc. und das dadurch zur zentralen Stütze für Politik und Verwaltung werden könnte; - die Transparentmachung der Handelskonditionen am Immobilien­ markt, etwa durch öffentliche Auflage von Bodenpreiskarten, in denen alle Markttransaktionen für jedermann ersichtlich sind; 241
        

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