Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
22
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000071675/213/
ca. 190.600 m2 pro Jahr resultiert. Wie auch Abbildung 14 zum Aus­ druck bringt, lag 1993 das Minimum bei rund 130.000 m2. Das Maxi­ mum wurde 1990 mit ca. 266.000 m2 erreicht. Die Graphik macht auch deutlich, dass für die Flächenschwankungen die Freilandgrundstücke hauptverantwortlich zeichnen. In der Graphik kommt das darin zum Ausdruck, dass sich die das Bauland repräsentie­ renden Balken viel eher auf einer gleichen Höhe bewegen, als jene Bal­ ken, die für das Freiland stehen. Diese Tatsache ist plausibel: Die Kate­ gorie "Freiland" ist in sich - gerade was die arealhafte Erstreckung der dazugehörigen Grundstücke anlangt - ziemlich inhomogen; sie umfasst neben relativ ausgedehnten Bergwiesen oder Rietflächen auch Ackerpar­ zellen, die in der Regel eher kleiner sind. Es hängt dann mehr oder min­ der vom Zufall ab, ob in einem Jahr mehr Wiesen oder mehr Acker ver­ kauft wurden, sodass sich beim Flächenumsatz beachtliche Ausreisser er­ geben. Demgegenüber sind die Baugrundstücke normalerweise sehr viel kleiner und in ihrer flächigen Ausdehnung wesentlich einheitlicher. Sofern beispielsweise in einem Jahr nur einige wenige grössere Wie­ sengrundstücke für den Naturschutz erworben werden können, und im nächsten Jahr gleich viele, aber deutlich kleinere Ackerparzellen in den Handel kommen, schlägt das bei so wenigen Geschäftsfällen auf den Ge­ samtflächenumsatz sicher stärker durch und bringt gesamthaft eine grössere jährliche Streuung, als wenn beim Bauland die Zahl der Ver­ tragsabschlüsse von Jahr zu Jahr variiert. Ganz ähnliches - nur quasi mit umgekehrten Vorzeichen - ergibt sich, wenn man die transferierten Geldbeträge ansieht. Während der fünf Jahre war ein monetärer Umsatz am liechtensteinischen Bodenmarkt von ins­ gesamt rund 304 Millionen Schweizerfranken zu registrieren, was einem jährlichen Durchschnittsumsatz von ca. 60,8 Millionen Franken gleich­ kommt. Der jährliche Maximalumsatz wurde 1990 mit rd. 87 Millionen Franken und der Minimalumsatz 1993 mit etwa 34 Millionen Franken er­ zielt. Das heisst, die Jahreswerte streuen beim finanziellen Bodenmarkt­ volumen am stärksten. Für die starken Wertschwankungen zeichnen in erster Linie Grundstücke in der Bauzone verantwortlich. Die Tatsache, dass besagte Schwankungen vornehmlich von der Bau­ zone herrühren, entbehrt ebenfalls nicht einer gewissen inneren Logik. So ist zu bedenken, dass in den Werten für die Bauzone sowohl Kauf­ preise für bebaute, als auch solche für unbebaute Liegenschaften unter­ schiedslos zusammengefasst sind. Wenn in einem Jahr Grundstücke mit 212
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.