Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
22
Erscheinungsjahr:
1996
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000071675/192/
gen der mangelnden Identifizierbarkeit nichts anderes übrig, als die ver­ schiedenen Typen von Wertangaben relativ undifferenziert zusammen­ zufassen. Um trotz der - durchaus unfreiwilligen - Bündelung von sachlich eigentlich nicht voll miteinander kompatiblen Grössen für später die Möglichkeit konsistenterer Aussagen und Strukturierungen zu eröffnen, war die Erfassung weiterer Merkmale notwendig. Aufgrund der liech­ tensteinischen Rechtslage bot sich in diesem Zusammenhang vorerst die jeweilige grundverkehrsrechtliche Qualifikation der Bodenmarkttrans­ aktionen als Parameter an, der adäquate Trennschärfe und eine gewisse Tauglichkeit als Klassifizierungskriterium für plausible Gruppierungen der Geschäftsfälle verspricht. Solcherart ist nämlich vor allem ein Her­ ausfiltern aller innerhalb des engeren Familienkreises abgewickelten Ge­ schäfte in Aussicht, weil enge Verwandtschaft der Vertragspartner be­ kanntlich im Grundverkehrsgesetz einen eigenen Genehmigungstatbe­ stand bildet. Deswegen haben die Erhebungen danach getrachtet, stets jene Passage des Grundverkehrsgesetzes genau zu verzeichnen, die laut Bescheid den Ausschlag für die Genehmigung gab. Wo in den Akten - wie es bisweilen vorkam - der direkte Verweis auf eine bestimmte Ge­ setzesstelle unter Nennung der entsprechenden Littera fehlte, wurde subsidiär aus eigenem eine Zuweisung vorgenommen - dies freilich nur, soferne die vorhandenen Informationen für eine eindeutige Kategorisie- rung ausreichten. Schliesslich ist ja der für die Entscheidung der Grund­ verkehrskommission als massgeblich erachtete Sachverhalt auf den Pro­ tokollblättern in aller Regel zumindest stichwortartig skizziert, was schon für sich allein genommen einen - wenn auch rudimentären, so doch aufschlussreichen - Einblick in den "Hintergrund" von Grundver­ kehrsgeschäften gewährt, und was auch eine ziemlich eindeutige Zuord­ nung zu den im Gesetz punktartig aufgelisteten Genehmigungstatbe­ ständen ermöglicht. Wo weder der Verweis auf eine bestimmte Gesetzesstelle, noch der schlagwortartige Abriss der näheren Umstände des Grundverkehrsge­ schäftes vorhanden waren, und wo deshalb die grundverkehrsrechtliche nicht möglich, die Summen auf eine finanzmathematisch eigentlich notwendige, einheit­ liche Vergleichsbasis zu stellen, ermangelt es doch schon im Urmaterial grundlegender Informationen, die für eine einheitliche Kapitalisierung oder Barwertberechnung erfor­ derlich wären. 191
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.